Bundesrat Martin Pfister auf Arbeitsbesuch in Schweden

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09.07.2026, Bundesrat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), reist am 9. Juli 2026 nach Stockholm. Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs stehen Gespräche mit dem schwedischen Verteidigungsminister Pål Jonson und dem Minister für Zivile Verteidigung Carl-Oskar Bohlin. Bundesrat Pfister informiert sich über Schwedens Konzept der Gesamtverteidigung («Total Defence») und dessen Bedeutung für die Bewältigung der verschärften Sicherheitslage in Europa. Zudem besucht er das Life Guards Regiment der schwedischen Streitkräfte. Er wird von Mitgliedern der sicherheitspolitischen Kommissionen begleitet.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Sicherheitslage in Europa grundlegend verändert. Schweden ist als Ostseeanrainer und neues NATO-Mitglied unmittelbar von dieser Entwicklung betroffen und hat seine Verteidigungsfähigkeit sowie die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft in den vergangenen Jahren konsequent gestärkt. Mit dem Arbeitsbesuch will sich Bundesrat Pfister aus erster Hand ein Bild davon machen, wie Schweden seine Gesamtverteidigung weiterentwickelt und welche Erkenntnisse sich daraus für die Schweiz ableiten lassen.

Konzept der umfassenden Sicherheit im Fokus

Im Zentrum der bilateralen Gespräche mit Verteidigungsminister Pål Jonson und Minister für Zivile Verteidigung Carl-Oskar Bohlin stehen die aktuelle Sicherheitslage in Europa mit den hybriden Bedrohungen und besonders das schwedische Konzept der «Total Defence». Dieses verbindet militärische und zivile Verteidigung zu einem umfassenden Ansatz zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und der gesellschaftlichen Resilienz.

Die Schweiz verfolgt mit der Sicherheitspolitischen Strategie des Bundesrates ebenfalls den Ansatz der umfassenden Sicherheit. Diese entsteht, indem alle Kräfte im Rahmen einer gemeinsamen Strategie zusammenwirken: staatliche, zivilgesellschaftliche und private Akteure; Bund, Kantone und Gemeinden sowie die gesamte Bevölkerung. Der Austausch mit Schweden soll aufzeigen, wie ein europäischer Staat mit einer unmittelbareren Bedrohungslage seine Resilienz stärkt und welche Erfahrungen für die Weiterentwicklung der Sicherheitspolitik in der Schweiz genutzt werden können.

Einblick in Instrumente gegen hybride Bedrohungen

Neben den Gesprächen mit den beiden Ministern besucht Bundesrat Pfister das Life Guards Regiment der schwedischen Streitkräfte. Dort informiert er sich unter anderem über die territoriale Verteidigung und die Abwehr hybrider Bedrohungen, inklusive Drohnenabwehr. Zum Abschluss des Besuchs führt der Chef VBS eine Diskussion mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der schwedischen Streitkräfte, der Behörden für zivile und psychologische Verteidigung sowie der angewandten Verteidigungsforschung.

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Über Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport:

Beim VBS denken viele zunächst an Armee und Militär. Das Departement lässt sich aber nicht auf Fragen der Verteidigung beschränken, sondern ist breit gefächert. Zum VBS gehören auch die Bereiche Bevölkerungsschutz und Sport sowie der Nachrichtendienst des Bundes. Dazu kommt armasuisse, das Kompetenzzentrum des Bundes für die Beschaffung komplexer Technologie.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS ist eines der sieben Departemente der Schweizer Landesregierung. Jeweils einer der Bundesräte steht dem Departement vor. Das zentrale Anliegen des VBS ist es, «Sicherheit und Bewegung» für die Schweiz und ihre Bevölkerung zu schaffen.

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