Der Bundesratsbeschluss über die «Leitlinien des Bundesrates für die Verteidigung 2026» vom 19. Juni 2026 sieht vor, die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz konsequent zu stärken. Damit soll die Armee rasch auf die veränderte sicherheitspolitische Lage ausgerichtet werden. Zu diesem Zweck müssen die erforderlichen militärischen Infrastrukturen und Flächen gesichert sein.
Baufelder bleiben für verteidigungsrelevante Nutzung vorgesehen Vor diesem Hintergrund wird das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) im Planungsperimeter des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Thun Nord keine weiteren bundeseigenen Flächen für rein zivile Nutzungen abgeben. Die betroffenen Flächen werden auch künftig für die Bedürfnisse der Armee sowie für weitere verteidigungsrelevante Nutzungen eingesetzt.
Standort Thun als Defence Cluster stärken Der Waffenplatz Thun ist für die Ausbildung, die Logistik und die Weiterentwicklung der Armee von zentraler Bedeutung. Die betroffenen Flächen bieten zugleich Potenzial für die Ansiedlung und Vernetzung von verteidigungsrelevanten Industrie- und Forschungspartnern, beispielsweise in den Bereichen Drohnen, Robotik, Cyber oder neue Technologien. Das VBS verfolgt das Ziel, den Standort Thun als «Defence Cluster» weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Armee, Industrie, Forschung und Innovation zu stärken.
Diese Überlegungen erfolgen unabhängig von Projekten zum Fähigkeitsaufbau der Armee wie beispielsweise dem geplanten Tech Hub des Zentrums Unbemannte Systeme.
VBS und Stadt Thun lancieren Dialog über weitere Entwicklung Das VBS und die Stadt Thun haben einen partnerschaftlichen Dialog über die langfristige Entwicklung des Standorts aufgenommen. In den kommenden 12 bis 24 Monaten finden Gespräche statt, um die Interessen der Stadt Thun und weiterer Anspruchsgruppen in die Weiterentwicklung des Defence Clusters einzubeziehen. Dabei sollen sowohl die Chancen für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Thun als auch die Einsatz-, Ausbildungs- und Logistikbedürfnisse der Armee berücksichtigt werden.
Bereits im Rahmen der ersten Gespräche zur künftigen Entwicklung des Standorts konnten das VBS und die Stadt Thun Lösungen für die noch offenen Fragen zum ESP Thun Nord finden.
Kontakt Stadtpräsidentin Stadt Thun:
Eveline Salzmann
+41 79 568 77 91

Lesedauer: 2 Minuten


