Swiss Re sieht wachsenden Absicherungsbedarf aufgrund zunehmend komplexer und vernetzter Risiken

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07.09.2026, Monte Carlo – Der Rückversicherungsmarkt begibt sich zum Rendez-Vous de Septembre (RVS) und in die bevorstehende Erneuerungsrunde – dies vor dem Hintergrund einer zunehmend vernetzten und sich rasch verändernden Risikolandschaft. Indiesem Umfeld unterstützt Swiss Re Kunden dabei, sich verändernde Risikoexponierungen und -konzentrationen zu erkennen. Swiss Re setzt auf Daten und Analysen, Underwriting-Know-how und massgeschneiderte Lösungen, um diese zunehmende Komplexität zu bewältigen.

Urs Baertschi, Chief Executive Officer Property & Casualty Reinsurance von Swiss Re: «Der Bedarf nach Absicherung wächst, da sich die Risikolandschaft verändert und Risiken immer stärker miteinander vernetzt sind. Unsere Kunden brauchen von uns mehr als nur Rückversicherungskapazität – sie brauchen Risikoexpertise, Daten und Lösungen, die ihnen helfen, sich in einem zunehmend komplexen Umfeld zurechtzufinden. Wir bündeln diese Fähigkeiten und helfen damit unseren Kunden, neue Risikoexponierungen zu verstehen, Volatilität zu steuern und ihre Resilienz zu stärken.»

Zunehmendes Naturkatastrophenrisiko verstärkt den Schutzbedarf

Das Risiko von Naturkatastrophen ist und bleibt ein wichtiger Treiber der Rückversicherungsnachfrage. Die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen nehmen weiterhin jährlich um 5 bis 7% zu. Ausschlaggebend dafür sind zunehmende Risikoexponierungen, steigende Vermögenswerte und sich verändernde Gefahrenmuster.

Die Modelle von Swiss Re deuten darauf hin, dass sich die versicherten Schäden in einem Extremschadenszenario im Jahr 2026 auf ca. 320 Mrd. USD belaufen könnten. Dies verdeutlicht den Wert von Rückversicherungsschutz bei seltenen Ereignissen mit hohem Schadenausmass. Ein Hurrikan-Cluster wie Harvey, Irma und Maria (2017) kann heute ohne ein einziges Extremereignis die jährlichen versicherten Schäden auf über 120 Mrd. USD anheben.

Die Waldbrandsaison 2026 in Europa ist ein Beispiel dafür, wie sich Naturkatastrophenrisiken entwickeln. Waldbrände sind weltweit – und auch in Europa, wo die versicherten Schäden aus Waldbränden in den letzten Jahrzehnten jährlich um schätzungsweise 8 bis 11% zugenommen haben – das am stärksten wachsende Wetterrisiko. Das Risiko wächst weiter, weil immer mehr Menschen und Vermögenswerte in waldbrandgefährdeten Gebieten angesiedelt sind. Zuverlässigere Daten und Modelle, Prävention und Anpassung helfen dabei, das Verständnis dieses sich verändernden Risikos zu verbessern, und sorgen für einen effektiveren Risikotransfer.

Investitionen in KI-Infrastruktur eröffnen Möglichkeiten für Risikotransfer

Die kumulierten Investitionen in Rechenzentren sollen bis 2030 mehr als 6 Bio. USD betragen. Das Swiss Re Institute schätzt das damit einhergehende weltweite Prämienpotenzial im Versicherungsmarkt bis Ende des Jahrzehnts auf 91 Mrd. USD. Laut dem Swiss Re Institute befinden sich etwa 40% der US-amerikanischen Rechenzentrumskapazitäten in Gebieten mit beträchtlichem bis sehr hohem Tornadorisiko.

Je grösser und relevanter Rechenzentren werden, desto komplexer wird ihr Risikoprofil. Hohe Vermögenswerte, die abhängig sind von Strom- und Wasserversorgung, Technologielieferketten und digitaler Infrastruktur, schaffen potenzielle Konzentrationen über Standorte und breitere Netzwerke hinweg.

US-Haftpflichtrisiken erfordern weiterhin diszipliniertes Underwriting

Die Schäden aus den gewerblichen Haftpflichtsparten beliefen sich 2025 auf 174 Mrd. USD und fielen damit höher aus als die Schäden aus Naturkatastrophen im Umfang von 120 Mrd. USD im selben Jahr. Der Trend hin zu überhöhten Schadenersatzansprüchen setzt sich fort, während das Prozessumfeld insgesamt für Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Schadenintensität sorgt.

Für Rück-/Versicherer bleibt damit der kontinuierliche Fokus auf Schadentrends, juristische Entwicklungen und sorgfältige Risikoselektion entscheidend.

Geopolitische Unsicherheit verschärft Risiken

Geopolitische Spannungen tragen zur Unsicherheit der Risikolandschaft bei. Störungen der weltweiten Wertschöpfungsketten können Energieversorgung, Rohstoffe und Lieferketten wiederholt beeinträchtigen und damit den Inflationsdruck verstärken. Für Versicherer und Rückversicherer kann dies zu erhöhten Reparatur- und Ersatzkosten und letztlich zu höheren Schadenkosten führen. Für die Stärkung der Resilienz gewinnt das Verständnis dieser Folgewirkungen und potenziellen Konzentrationen immer mehr an Bedeutung.

Gianfranco Lot, Chief Underwriting Officer Property & Casualty Reinsurance von Swiss Re: «Mit zunehmender Komplexität der Risiken wird es im Underwriting immer wichtiger zu verstehen, wie Risikoexponierungen zusammenwirken und wo Risikokonzentrationen entstehen können. Unsere Daten und Modelle sowie unsere Risikoexpertise ermöglichen uns, solche Konzentrationen zu erkennen, Risiken angemessen zu bepreisen und Portefeuilleentscheidungen zu treffen, mit denen wir unsere Kunden unterstützen, wenn sich bestehende Risiken verändern und neue entstehen.»

Medienkonferenz
Swiss Re wird heute Nachmittag um 14.15 Uhr MESZ in Monte Carlo und via Zoom eine Medienkonferenz im Hybridformat abhalten.

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Über Swiss Re:

Die Swiss Re Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter von Rückversicherung, Versicherung und anderen versicherungsbasierten Formen des Risikotransfers mit dem Ziel, die Welt widerstandsfähiger zu machen.

Sie antizipiert und steuert Risiken – von Naturkatastrophen bis zum Klimawandel, von alternden Bevölkerungen bis zur Cyber-Kriminalität. Ziel der Swiss Re Gruppe ist es, der Gesellschaft Wohlstand und Fortschritt zu ermöglichen, indem sie ihren Kunden bei neuen Geschäftsmöglichkeiten und Lösungen unterstützend zur Seite steht.

Von seinem Hauptsitz in Zürich (Schweiz) aus, wo die Swiss Re Gruppe 1863 gegründet wurde, steuert das Unternehmen ein Netzwerk von weltweit rund 80 Standorten. Es ist in drei 8/9 Geschäftseinheiten gegliedert, die jeweils über eine eigene Strategie und eine Reihe von Zielsetzungen verfügen, die zur Mission der Gruppe insgesamt beitragen.

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