Aktuell fahren die Züge der SBB mit 90 Prozent Wasserkraft. Um diese Bilanz zu verbessern, entwickelte ein Team der SBB einen Zug, der den Strom selbst erzeugt. Stephan Kurmann, Leiter Entwicklung Personenverkehr erklärt: «Bei der Entwicklung und dem Testbetrieb des Solarzuges war der grösste Prüfstein, Zugausfälle zu vermeiden.
Die Zauberformel dazu heisst: hybrides Fahren. Geht die Solarkraft aus, kommt grüner Leitungsstrom zum Einsatz.»
Leitungsstrom für den Notfall
Der neue Solarzug besteht aus zwei Triebwagen mit Solarmodulen auf dem Dach, die 6,5 Kilowatt Leistung erzeugen. Die Akkus erzielen eine Kapazität von insgesamt 77 Kilowattstunden.
In der aktuellen Testversion kann der Solarzug noch nicht einen ganzen Tag «auf eigene Rechnung» fahren. Geht der selbst erzeugte Strom aus, schaltet der Lokführer sofort manuell auf Leitungsstrom um. Zudem steht im Bahnhof Bellinzona eine solarbetriebene Ladestation bereit, um die Batterien wieder aufzuladen. In einer ersten Testphase fährt der Regionalzug in der Sonnenstube Tessin.
Testfahrt mit Kunden
Für die ausführlichen Tests ist die SBB auf die Rückmeldungen der Kunden angewiesen. Wie ist das Fahrgefühl? Wird das Umschalten auf den Leitungsstrom bemerkt? In Interviews und Umfragen werden Reisende befragt und ihre Erfahrungen ausgewertet
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Esther Affeltranger Weisser
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