Die Schweiz zählte im Jahr 2024 knapp 630'000 marktwirtschaftliche Unternehmen mit insgesamt rund 4,84 Millionen Beschäftigten. Davon gehörten 99,7 Prozent zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Beschäftigten. Sie beschäftigten insgesamt rund 3,2 Millionen Menschen und stellten damit 65,9 Prozent aller Arbeitsplätze im untersuchten Wirtschaftsbereich.
Diese Zahlen gehen aus der am 5. November 2026 veröffentlichten Untersuchung «Porträt der Schweizer KMU» des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Die Publikation basiert auf der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) und beleuchtet die Entwicklung der Schweizer Unternehmenslandschaft von 2011 bis 2024.
Beschäftigungswachstum bei KMU deutlich schwächer
Zwischen 2023 und 2024 erhöhte sich die Beschäftigung in Schweizer KMU lediglich um 0,2 Prozent. Bei Grossunternehmen betrug der Zuwachs 0,4 Prozent und fiel damit doppelt so hoch aus.
Insgesamt kamen im marktwirtschaftlichen Sektor rund 19'000 Beschäftigte und über 5'700 Unternehmen hinzu. Während KMU mehr als 99 Prozent der zusätzlichen Unternehmen ausmachten, entfiel auf sie lediglich rund ein Viertel des Beschäftigungszuwachses.
Auch der langfristige Vergleich zeigt deutliche Unterschiede: Von 2011 bis 2024 stieg die Beschäftigung in KMU durchschnittlich um 0,8 Prozent pro Jahr. Bei Grossunternehmen lag das jährliche Wachstum bei 1,6 Prozent.
Die Ergebnisse verdeutlichen einen wichtigen Unterschied zwischen Unternehmenszahl und wirtschaftlicher Grösse: Obwohl KMU die Schweizer Unternehmenslandschaft zahlenmässig dominieren, konzentriert sich ein erheblicher Teil der Beschäftigung und des Stellenwachstums auf vergleichsweise wenige Grossunternehmen.
Fast 95 Prozent der Schweizer KMU sind unabhängig
Die Schweizer Wirtschaft wird mehrheitlich von eigenständigen Unternehmen geprägt. Gemäss BFS gehören 94,6 Prozent der KMU keiner Unternehmensgruppe an.
Allerdings zeigen KMU, die Teil einer grösseren Unternehmensgruppe sind, teilweise eine deutlich stärkere Beschäftigungsentwicklung. Besonders ausgeprägt ist diese bei Unternehmen innerhalb multinationaler Schweizer Unternehmensgruppen: Dort erhöhte sich die Beschäftigung seit 2014 um 34 Prozent.
Auch im internationalen Warenhandel bestehen erhebliche Unterschiede. Grossunternehmen verantworten rund zwei Drittel des Handelsvolumens. Beim verbleibenden Drittel, das auf KMU entfällt, stammen mehr als 80 Prozent des Handelswertes von KMU, die einer Unternehmensgruppe angehören.
Eigenständige KMU spielen im Güteraussenhandel dagegen eine vergleichsweise kleine Rolle, obwohl sie einen bedeutenden Teil der Schweizer Beschäftigung stellen.
Frauenanteil in Schweizer Unternehmen steigt
Ein weiterer Befund betrifft die Beschäftigung von Frauen. Ihr Anteil erhöhte sich zwischen 2011 und 2024 von 43,19 auf 43,87 Prozent.
Besonders hoch ist der Frauenanteil im Gesundheits- und Sozialwesen. In kleinen und mittleren Unternehmen dieser Branche sind rund acht von zehn Beschäftigten Frauen.
Im Baugewerbe liegt der Anteil dagegen bei lediglich 12,9 Prozent. Die Zahlen zeigen, wie unterschiedlich die Beschäftigungsstrukturen der einzelnen Schweizer Wirtschaftsbereiche ausfallen.
Unternehmensdaten: Transparente Quellen als Grundlage verlässlicher Informationen
Die aktuellen BFS-Ergebnisse verdeutlichen auch die Bedeutung nachvollziehbarer Unternehmensdaten. Während amtliche Statistiken die wirtschaftliche Entwicklung nach Branchen, Unternehmensgrössen und weiteren Merkmalen untersuchen, ermöglichen Firmenverzeichnisse eine ergänzende Recherche zu einzelnen Unternehmen und Organisationen.
Das Schweizer Firmenverzeichnis HELP.CH führt öffentlich zugängliche Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen und kennzeichnet deren Herkunft in den jeweiligen Firmenporträts.
Ein konkretes Beispiel ist das Firmenporträt des Bundesamts für Statistik auf HELP.CH. Das Profil macht die Herkunft der Informationen transparent und unterscheidet zwischen der offiziellen Website als Hauptquelle, redaktionellen Angaben der HELP-Redaktion und als Unternehmensangaben gekennzeichneten Informationen.
Darüber hinaus enthält das Porträt ein ausgewiesenes Aktualisierungsdatum, die offizielle Website, Kontaktinformationen, eine Beschreibung der Aufgaben des Bundesamts sowie zugeordnete Medienmitteilungen.
Die nachvollziehbare Kennzeichnung der Informationsherkunft bietet einen zusätzlichen Nutzen: Leserinnen und Leser können erkennen, auf welchen Quellen die veröffentlichten Angaben beruhen, und Informationen gezielter mit offiziellen Stellen abgleichen.
Auch für KI-gestützte Such- und Antwortsysteme können solche strukturierten Informationen hilfreich sein. Eindeutige Organisationsbezeichnungen, verständliche Tätigkeitsbeschreibungen, erkennbare Datenquellen und Aktualisierungsangaben erleichtern grundsätzlich die Zuordnung und Überprüfung von Unternehmensinformationen.
Die tatsächliche Verwendung einzelner Daten durch externe KI-Systeme hängt jedoch vom jeweiligen System und dessen Zugriff auf öffentlich verfügbare Informationen ab.
Schweizer Unternehmenslandschaft bleibt vielfältig
Die neue BFS-Untersuchung zeigt eine Schweizer Wirtschaft, die gleichzeitig von zahlreichen eigenständigen KMU und einer vergleichsweise kleinen Gruppe beschäftigungsstarker Grossunternehmen geprägt wird.
Während kleinere Betriebe für die Vielfalt der Unternehmenslandschaft entscheidend sind, leisten Grossunternehmen einen überproportionalen Beitrag zum Beschäftigungswachstum.
Um diese Entwicklungen richtig einzuordnen, braucht es sowohl statistische Gesamtdaten als auch nachvollziehbare Informationen über einzelne Unternehmen. Amtliche Statistiken und strukturierte Firmenverzeichnisse erfüllen dabei unterschiedliche, sich ergänzende Aufgaben.
Die BFS-Zahlen beziehen sich ausdrücklich auf marktwirtschaftliche Unternehmen nach den Kriterien der amtlichen Statistik. Sie sind deshalb nicht unmittelbar mit der Anzahl der Einträge in öffentlichen Firmenverzeichnissen vergleichbar.
Über das Bundesamt für Statistik (BFS)
Das Bundesamt für Statistik mit Sitz in Neuchâtel ist das nationale Kompetenzzentrum für öffentliche Statistik der Schweiz. Es gehört zum Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) und veröffentlicht statistische Informationen zu Wirtschaft, Bevölkerung, Unternehmen, Beschäftigung und weiteren gesellschaftlichen Themen.
Firmenporträt: Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel – HELP.CH
Primärquelle: Bundesamt für Statistik – Grossunternehmen wachsen schneller als KMU, Medienmitteilung vom 5. November 2026

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