Projekt «Tragfähige Volksschule»: Umsetzungsplan verabschiedet

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14.10.2026, Der Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen hat an seiner Klausursitzung vom 23. September 2026 den Umsetzungsplan des Projekts «Tragfähige Volksschule» verabschiedet. Ziel des Projekts ist es, Rahmenbedingungen für eine wirksamere und tragfähigere Volksschule zu definieren. Die Massnahmen fokussieren klare Rahmenbedingungen, die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, Unterstützung von Lehr- und Fachpersonen in den Schulen sowie die Schulen als Lern-, Arbeits- und Lebensort für alle. Mit der nächsten Projektphase startet die detaillierte Ausarbeitung der Massnahmen.

Der Erziehungsrat hat sich in seiner Klausursitzung vom 23. September 2026 mit dem Projekt «Tragfähige Volksschule» befasst. Er hatte der Dienststelle Primar- und Sekundarstufe I des Erziehungsdepartements im Dezember 2024 den Auftrag gegeben, im Rahmen dieses Projektes einen konkreten Umsetzungsplan für eine wirksamere und tragfähigere Volksschule zu erarbeiten. Dieser wurde in der Klausursitzung verabschiedet.

Abschluss der ersten Projektphase nach breit abgestütztem Erarbeitungsprozess

In einem breit abgestützten Prozess mit professioneller externer Begleitung wurden unter Einbezug aller relevanten Anspruchsgruppen die Gelingensbedingungen identifiziert, die die Volksschule im Kanton Schaffhausen tragfähiger machen und mittels derer die steigenden Anforderungen an eine zeitgemässe Schule bedarfsgerecht berücksichtigt werden können. Die Arbeiten der ersten Projektphase konnten zeitgerecht im Sommer 2026 abgeschlossen werden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden vier Bereiche identifiziert, um das Projektziel zu erreichen.

Klare und abgestimmte Rahmenbedingungen auf allen Ebenen für eine «Tragfähige Volksschule»

Der erste Bereich umfasst die Steuerung und Rahmenbedingungen. Es geht hier unter anderem darum, den nötigen Rahmen zu schaffen, um einerseits die Schlüsselrolle des Kantons in der strategischen Steuerung zu verankern, andererseits den Gemeinden und Schulen ausreichende Autonomie zu geben, um lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse angemessen zu berücksichtigen. So sollen unter anderem Modellschulen für kantonale Schulentwicklung etabliert werden, um Innovationen und Lernprozesse zu fördern.

Fokus auf die Bedürfnisse und optimale Förderung der Schülerinnen und Schüler

Der zweite Bereich fokussiert die Schülerinnen und Schüler und deren optimale Förderung. Dabei stehen sowohl organisatorische wie auch pädagogisch- inhaltliche Aspekte im Zentrum. So soll die Stammklasse als zentrale Bezugsstruktur gestärkt werden, um Kontinuität und Beziehungsarbeit zu fördern. Ebenso soll einerseits auf die Grundkompetenzen gemäss Lehrplan fokussiert werden, sodass zentrale Inhalte vertieft behandelt und eine inhaltliche Überfrachtung vermieden wird. Gleichzeitig sind überfachliche Kompetenzen zentral für die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt und für den Umgang in sozialen Situationen: Diese werden noch gezielter gefördert, um die Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit und Konfliktkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken.

Unterstützung für Lehr- und Fachpersonen in den Schulen

Der dritte Bereich, in dem Massnahmen detailliert ausgearbeitet werden sollen, zielt auf die Lehr- und Fachpersonen in den Schulen und deren Unterstützung ab. Dabei geht es beispielsweise darum, für die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams Rahmenbedingungen zu schaffen, welche Orientierung geben, eine verlässliche Kooperation zwischen den Fachpersonen fördern und die Qualität der gemeinsamen pädagogischen Arbeit sichern. Ebenso soll der Arbeitsort Schaffhausen für Lehrpersonen attraktiver gestaltet werden, indem die individuelle Laufbahnentwicklung der Lehrpersonen gezielt gefördert und mit klar definierten Verantwortungsbereichen verknüpft wird, um die Berufsattraktivität zu stärken.

Schule als attraktiver Lern-, Arbeits- und Lebensort für alle

Für eine tragfähige Volksschule braucht es auch Massnahmen im Bereich Lern-, Arbeits- und Lebensort Schule. Dafür sollen täglich konsistente und verlässliche Blockzeiten für die einzelnen Zyklen eingeführt werden, um einerseits kontinuierliche Lernprozesse zu ermöglichen, andererseits aber auch die Familienorganisation zu entlasten. Ebenfalls in diesem Bereich ist ein Aufbau von strukturellen Partnerschaften mit ausserschulischen und naturnahen Lernorten angesiedelt: Solche Lernorte ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, ihre Perspektiven zu erweitern, lebensnah zu lernen und vielfältige Gelegenheiten wahrnehmen zu können, um ganzheitlich und erfahrungsbasiert zu lernen.

Nächste Projektphase: Teilprojekte zur Ausarbeitung von Massnahmen

Mit dem Entscheid des Erziehungsrates geht das Projekt «Tragfähige Volksschule» in die nächste Phase über. Das Erziehungsdepartement beginnt in dieser zweiten Projektphase mit der detaillierten Ausarbeitung von Massnahmen, welche thematisch, organisatorisch sowie zeitlich in gegliederten Teilprojekten bearbeitet werden. Die im Detail ausgearbeiteten Massnahmen werden schliesslich den zuständigen Gremien vorgelegt, die über die Umsetzung entscheiden werden. Je nach Abhängigkeit von politischen Entscheidungsprozessen wird das Projekt «Tragfähige Volksschule» schrittweise realisiert.

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Über Kantonale Verwaltung Schaffhausen:

Der heutige Kanton Schaffhausen war bis 1798 ein Stadtstaat, seine Aufzeichnungen beginnen 1045. Die Ortschaft Schaffhausen, ein alter Schifferflecken, wurde im 11. Jahrhundert Eigentum des dort von den Herren von Nellenburg gestifteten Klosters Allerheiligen und mit diesem unter den Staufern reichsunmittelbar.

Nachdem sich die Bürgerschaft allmählich von der Herrschaft des Abtes emanzipiert hatte, wurde die Stadt 1330 von Ludwig dem Bayern an Österreich verpfändet, erlangte jedoch 1415 infolge der Ächtung Herzog Friedrichs ihre Reichsunmittelbarkeit wieder. Bedrängt vom österreichischen Adel, schloss Schaffhausen 1454 ein 25jähriges Bündnis mit den Eidgenossen, das am 19. August 1501 in ein ewiges verwandelt wurde.

Über der mittelalterlichen Altstadt Schaffhausens thront die imposante Festung 'Munot'. Die Altstadthäuser sind reich verziert mit Erkern und kostbar bemalten Hausfassaden. Die kleinen Gassen laden ein zum Flanieren, Einkaufen und zum Dasitzen. Im Sommer verwandelt sich die autofreie Innenstadt in einen Pariser Boulevard in Taschenformat.

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