Die Ergebnisse des zweiten Quartals 2026 kommentierte Vas Narasimhan, CEO von Novartis: «Novartis erzielte im zweiten Quartal solide Ergebnisse und verzeichnete dank der anhaltenden Dynamik von Kisqali, Kesimpta, Scemblix und Pluvicto wieder Umsatzsteigerungen. Die anfängliche Entwicklung unserer jüngsten Markteinführungen, wie Rhapsido bei chronischer spontaner Urtikaria (CSU) und Itvisma, ist ermutigend. Darüber hinaus haben wir bedeutende Fortschritte in unserer Pipeline erzielt, insbesondere mit aktualisierten Daten zum Gesamtüberleben bei Brustkrebs im Frühstadium unter Kisqali sowie einem Antrag auf beschleunigte FDA-Zulassung für Del-Zota bei Duchenne-Muskeldystrophie (DMD). Wir erwarten im zweiten Halbjahr mehrere wichtige Studienergebnisse und bleiben auf Kurs, unsere Jahresprognose sowie unseren mittelfristigen Ausblick zu erfüllen.»
1. Die Angaben in konstanten Wechselkursen (kWk), die Kernergebnisse und der Free Cashflow sind Nicht-IFRS-Kennzahlen. Erläuterungen der Nicht-IFRSKennzahlen finden sich auf Seite 43 der in englischer Sprache vorhandenen Kurzfassung des finanziellen Zwischenberichts. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle in dieser Mitteilung erwähnten Wachstumsraten auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres. 2. Einzelheiten zu den Annahmen zur Prognose finden sich auf Seite 9.
Strategie
Unser Fokus
Novartis ist ein rein auf innovative Arzneimittel spezialisiertes Unternehmen. Unser Fokus richtet sich klar auf vier therapeutische Kernbereiche (Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen; Immunologie; Neurologie; Onkologie). In jedem dieser Bereiche verfügen wir über mehrere bedeutende Arzneimittel im Markt und Produktkandidaten in der Pipeline, die auf eine hohe Krankheitslast eingehen und bedeutendes Wachstumspotenzial aufweisen. Neben zwei etablierten Technologieplattformen (Chemie und Biotherapeutika) erhalten drei neue Plattformen (Gen- und Zelltherapie, Radioligandentherapie und xRNA) Vorrang bei weiteren Investitionen in neue Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten. Geografisch konzentrieren wir uns auf das Wachstum in unseren vorrangigen Märkten: USA, China, Deutschland und Japan.
Unsere Prioritäten
Wachstum beschleunigen: Erneutes Augenmerk auf die Entwicklung hochwertiger Medikamente (neue Wirkstoffe) und Fokussierung auf erfolgreiche Neueinführungen, mit einer reichhaltigen Pipeline in unseren therapeutischen Kernbereichen.
Rendite erzielen: Weitere Verankerung operativer Höchstleistungen und Verbesserung der Finanzergebnisse. Novartis geht bei der Kapitalzuweisung weiterhin diszipliniert und aktionärsorientiert vor, wobei ein beträchtlicher Cashflow und eine starke Kapitalstruktur für anhaltende Flexibilität sorgen. Basis stärken: Freisetzung des Leistungspotenzials unserer Mitarbeitenden, Ausbau von Datenwissenschaft und -technologie sowie weiterer Aufbau des Vertrauens in der Gesellschaft.
Finanzergebnisse
Zweites Quartal
Der Nettoumsatz belief sich auf USD 14,4 Milliarden (+3%, +1% kWk), wobei Volumensteigerungen 18 Prozentpunkte beisteuerten, jedoch durch den Effekt der Generikakonkurrenz von 14 Prozentpunkten teilweise absorbiert wurden. Die Preisentwicklung hatte einen negativen Effekt von 3 Prozentpunkten, während die Wechselkurse einen positiven Effekt von 2 Prozentpunkten ausmachten.
Das operative Ergebnis belief sich auf USD 4,8 Milliarden (–2%, –3% kWk). Dieser Rückgang war vor allem auf den niedrigeren Bruttogewinn zurückzuführen, teilweise kompensiert durch geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten.
1. Millionen USD, sofern nicht anders angegebenDer Reingewinn betrug USD 3,3 Milliarden (–19%, –19% kWk), wobei er durch höhere Ertragssteuern und einen höheren Zinsaufwand beeinträchtigt wurde. Der Gewinn pro Aktie lag bei USD 1,71 (– 17%, – 18% kWk) und profitierte von der geringeren gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien.
Das operative Kernergebnis belief sich auf USD 5,9 Milliarden (0%, 0% kWk) und lag damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Die operative Kerngewinnmarge sank um 1,0 Prozentpunkte (0,7 Prozentpunkte kWk) auf 41,2% des Nettoumsatzes.
Der Kernreingewinn betrug USD 4,6 Milliarden (–3%, –4% kWk). Dieser Rückgang war vor allem auf einen höheren Zinsaufwand zurückzuführen. Der Kerngewinn pro Aktie lag bei USD 2,41 (0%, –1% kWk) und profitierte von der geringeren gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien.
Der Free Cashflow belief sich auf USD 5,6 Milliarden (–12%), was auf einen geringeren Nettogeldfluss aus operativer Tätigkeit zurückzuführen war.
Erstes Halbjahr
Der Nettoumsatz belief sich auf USD 27,5 Milliarden (+1%, –2% kWk), wobei Volumensteigerungen 15 Prozentpunkte beisteuerten, jedoch durch den Effekt der Generikakonkurrenz von 14 Prozentpunkten beinahe absorbiert wurden. Die Preisentwicklung hatte einen negativen Effekt von 3 Prozentpunkten, während die Wechselkurse einen positiven Effekt von 3 Prozentpunkten ausmachten.
Das operative Ergebnis belief sich auf USD 9,0 Milliarden (–6%, –7% kWk). Dieser Rückgang war vor allem auf den niedrigeren Bruttogewinn zurückzuführen, teilweise kompensiert durch geringere Rechtskosten und niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskosten.
Der Reingewinn betrug USD 6,4 Milliarden (–16%, –17% kWk), was vor allem durch das geringere operative Ergebnis, höhere Ertragssteuern und einen höheren Zinsaufwand bedingt war. Der Gewinn pro Aktie lag bei USD 3,37 (–14%, –15% kWk) und profitierte von der geringeren gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien.
Das operative Kernergebnis belief sich auf USD 10,8 Milliarden (–6%, –7% kWk). Dieser Rückgang war vor allem auf den niedrigeren Bruttogewinn zurückzuführen. Die operative Kerngewinnmarge sank um 2,7 Prozentpunkte (2,3 Prozentpunkte kWk) auf 39,4% des Nettoumsatzes. Der Kernreingewinn betrug USD 8,4 Milliarden (–9%, –10% kWk). Dieser Rückgang war vor allem auf das geringere operative Kernergebnis und den höheren Zinsaufwand zurückzuführen. Der Kerngewinn pro Aktie lag bei USD 4,39 (–6%, –8% kWk) und profitierte von der geringeren gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien.
Der Free Cashflow belief sich auf USD 8,9 Milliarden (–9%), was auf einen geringeren Nettogeldfluss aus operativer Tätigkeit zurückzuführen war.
Prioritäre Marken im zweiten Quartal
Die Finanzergebnisse im zweiten Quartal beruhen auf einer anhaltenden Fokussierung auf entscheidende Wachstumstreiber (in der Reihenfolge ihres Beitrags zum Wachstum im zweiten Quartal):
Kisqali
(USD 1 695 Millionen, +43% kWk) verzeichnete in allen Regionen kräftige Umsatzsteigerungen mit anhaltenden Marktanteilsgewinnen in der Indikation bei Brustkrebs im Frühstadium und mit einer führenden Position bei metastasierendem Brustkrebs.
Kesimpta
(USD 1 424 Millionen, +32% kWk) erzielte in allen Regionen Umsatzsteigerungen, die auf einer erhöhten Nachfrage und einem guten Zugang beruhten. Scemblix (USD 562 Millionen, +89% kWk) steigerte den Umsatz in allen Regionen, mit einer anhaltend starken Dynamik in der Indikation für neu diagnostizierte Patienten in den USA, Japan und Deutschland.
Pluvicto
(USD 651 Millionen, +43% kWk) steigerte den Umsatz durch eine anhaltend starke Nachfrage bei metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) vor Behandlung mit Taxanen in den USA sowie durch die Erweiterung des Zugangs ausserhalb der USA.
Cosentyx
(USD 1 824 Millionen, +10% kWk) wuchs aufgrund der Performance in den USA, einschliesslich eines Wachstums bei Hidradenitis suppurativa (HS) und bei der intravenösen (IV-) Formulierung. Ausserhalb der USA wurde das Wachstum in Europa und den meisten aufstrebenden Märkten durch einen Rückgang in China teilweise absorbiert.
Leqvio
(USD 480 Millionen, +59% kWk) erzielte in allen Regionen Umsatzsteigerungen, bei weiterer Akzeptanz in China, nachdem es dort in die Liste der erstattungsfähigen Medikamente (National Reimbursement Drug List, NRDL) aufgenommen worden war.
Fabhalta
(USD 225 Millionen, +88% kWk) steigerte die Umsätze aufgrund der weiteren Expansion bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) sowie bei Nierenindikationen. Zolgensma Gruppe (USD 365 Millionen, +20% kWk) steigerte die Umsätze, getragen von einer anhaltenden Dynamik der Neueinführung von Itvisma in den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Rhapsido
(USD 64 Millionen) verzeichnete in den USA weiterhin eine starke anfängliche Akzeptanz, unterstützt durch zunehmende Kostendeckung und durch ein Programm für kostenlose Medikamente zugunsten eines leichteren Zugangs der Patienten. Die Umsätze ausserhalb der USA profitierten von der starken anfänglichen Akzeptanz nach der Neueinführung in China.
Kapitalstruktur und Nettoschulden
Eine gute Ausgewogenheit zwischen Investitionen in die Geschäftsentwicklung, einer starken Kapitalstruktur und attraktiven Aktionärsrenditen bleibt vorrangig.
Im ersten Halbjahr 2026 kaufte Novartis 18,2 Millionen Aktien für USD 2,8 Milliarden über die zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange zurück. Diese Rückkäufe umfassten 13,8 Millionen Aktien (USD 2,1 Milliarden) im Rahmen des im Juli 2025 bekannt gegebenen Aktienrückkaufprogramms im Umfang von bis zu USD 10 Milliarden (bei dem noch bis zu USD 5,6 Milliarden verbleiben). Ausserdem wurden 4,4 Millionen Aktien (USD 0,7 Milliarden) zurückgekauft, um den im Geschäftsjahr erwarteten Verwässerungseffekt im Zusammenhang mit Vergütungsplänen von Mitarbeitenden zu kompensieren; die restlichen Rückkäufe zu diesem Zweck werden im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen. Weitere 2,0 Millionen Aktien (USD 0,3 Milliarden) wurden von Mitarbeitenden zurückgekauft. Im selben Zeitraum wurde ein Aufwand für aktienbasierte Vergütungspläne im Umfang von USD 0,6 Milliarden im Eigenkapital erfasst und 12,7 Millionen Aktien wurden im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsplänen aus früheren Jahren an Mitarbeitende ausgeliefert. Infolgedessen ging die Gesamtzahl ausstehender Aktien gegenüber dem 31. Dezember 2025 um 7,5 Millionen zurück. Diese Transaktionen mit eigenen Aktien führten zu einer Verringerung des Eigenkapitals um USD 2,4 Milliarden und Geldabflüssen von USD 3,1 Milliarden.
Die Nettoverschuldung stieg gegenüber dem 31. Dezember 2025 von USD 21,9 Milliarden auf USD 39,4 Milliarden per 30. Juni 2026. Die Zunahme ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Free Cashflow in Höhe von USD 8,9 Milliarden durch den Nettogeldabfluss für M&A-Aktivitäten, Transaktionen mit immateriellen Vermögenswerten und andere Akquisitionen von USD 15,3 Milliarden, die Ausschüttung der Jahresdividende in Höhe von USD 9,1 Milliarden und den Geldabfluss für Transaktionen mit eigenen Aktien von USD 3,1 Milliarden mehr als absorbiert wurde.
Das langfristige Kreditrating des Unternehmens betrug per Ende des zweiten Quartals 2026 Aa3 bei Moody’s Ratings sowie AA- bei S&P Global Ratings.

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