Nationaler Aktionsplan für den Doubs ist auf gutem Wege und wird bis 2030 weitergeführt

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16.09.2026, Bern — Der Bund, die Kantone Jura und Neuenburg, Naturschutzorganisationen und der Regionale Naturpark Doubs setzen seit 2016 am Doubs Massnahmen um, damit sich sein ökologischer Zustand verbessert. Insbesondere die Anpassungen im Zusammenhang mit der Wasserkraftnutzung und die Revitalisierung von Nebenflüssen zeigen positive Auswirkungen.

Der Bericht zum Stand des Aktionsplans für den Doubs per Ende 2025 zeigt die Fortschritte bei der Umsetzung des Aktionsplans: Von den 51 Massnahmen sind 34 abgeschlossen, 9 sind in Umsetzung. Regelmässige Messungen zeigen eine gute bis sehr gute Wasserqualität. Die Elimination der Mikroverunreinigungen in der Abwasserreinigungsanlage La Chaux-de-Fonds und in der geplanten neuen Kläranlage in Le Locle wird weitere Verbesserungen bringen. Dank der Massnahmen zur ökologischen Sanierung der Wasserkraft leidet der Doubs heute nicht mehr unter den Auswirkungen von Schwall-Sunk. An fünf Nebenflüssen wurden die Mündungen in den Doubs revitalisiert, damit Biotope für Fische und Wasserlebewesen entstehen können. Die Hindernisse an den Schwellen von Ocourt und Bellefontaine sollen noch beseitigt werden, damit der Fluss für Fische vollständig durchgängig wird.

Da noch nicht alle Massnahmen abgeschlossen sind, haben das BAFU und die Kantone Jura und Neuenburg beschlossen, den Aktionsplan bis 2030 zu verlängern. Der Bund unterstützt die Verbesserung des ökologischen Zustands des Doubs im Rahmen der bestehenden Finanzierungsinstrumente für Revitalisierungen, ökologische Sanierung der Wasserkraft und Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen.

Kein Erhaltungsprojekt für Apron im Doubs

Die streng geschützte Fischart Apron kommt nur im Rhonebecken und in der Schweiz nur im Doubs vor. In den letzten 20 Jahren ist die Population im Doubs deutlich zurückgegangen und heute nahezu verschwunden. 2023 wurde im Rahmen des Monitorings in der Schweiz ein einziges Exemplar gefunden. Mit diesem Weibchen wurden mit Aprons aus Frankreich Zuchtversuche durchgeführt.

Eine Machbarkeitsstudie untersuchte die Umsetzbarkeit eines Projekts zur Zucht und Erhaltung des Apron im Doubs, klärte die technischen sowie finanziellen Aspekte und bewertete die Risiken. Die Studie kommt zum Schluss, dass ein Zucht- und Erhaltungsprojekt zwar möglich, der Erfolg aber unsicher wäre.

Auf dieser Grundlage hat das BAFU entschieden, auf ein solches Projekt zu verzichten. Die Erfolgsaussichten werden als gering eingeschätzt, der hohe Aufwand ist deshalb nicht gerechtfertigt. Mit den verfügbaren Mitteln sollen stattdessen am Doubs oder andernorts in der Schweiz Massnahmen finanziert werden, um Lebensräume zu verbessern und Biodiversität und Landschaft zu fördern.

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