Michèle Gurtner (BE/GE, *1972) hat nach ihrer Ausbildung an der Accademia Dimitri eine pluridisziplinäre Praxis entwickelt, die Theater, Performance und Bewegung verbindet. Seit über drei Jahrzehnten begeistert sie als aussergewöhnliche Schauspielerin und Mitgestalterin in Theaterprojekten zu zeitgenössischen Texten, Neuinterpretationen klassischer Werke und choreografischen Stücken. Mit Präzision erschafft sie eigenwillige, zutiefst menschliche Figuren, die zahlreiche Bühnenprojekte entscheidend prägen. Michèle Gurtner hat 1997 die Compagnie Gloria Rigole mitbegründet und arbeitet in der Schweiz und in Frankreich mit namhaften Theaterschaffenden wie Oscar Gómez Mata, Jonathan Capdevielle oder dem Kollektiv GREMAUD/GURTNER/BOVAY zusammen.
Der Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring wird vom Bundesamt für Kultur (BAK) auf Empfehlung der Eidgenössischen Jury für Darstellende Künste und in Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) verliehen. Er ist mit 100'000 Franken dotiert.
Die weiteren Schweizer Preise Darstellende Künste 2026
Gestützt auf die Nominationen der Eidgenössischen Jury für Darstellende Künste verleiht das BAK zudem die Schweizer Preise Darstellende Künste 2026, je mit 40'000 Franken dotiert, an folgende Kulturschaffende und Institutionen:
Damian Bright (ZH/SG, *1991) ist Performer und Botschafter für Inklusion. Auf der Bühne und als Coach engagiert er sich für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.
Das Festival internazionale di narrazione di Arzo (TI, 2000 gegründet) belebt öffentliche Räume durch Erzähltheater. Das Festival richtet sich an alle Generationen und fördert Austausch und Reflexion über aktuelle Themen.
Mélissa Guex (VD, *1993) ist Tänzerin, Performerin und Choreografin. 2019 gründet sie die Compagnie SUMO, mit der sie Projekte zwischen Tanz, Performance und Live-Musik für verschiedene Kontexte, u.a. für den öffentlichen Raum, entwickelt.
Cosima Grand (VS/ZH, *1987) ist Choreografin und Tänzerin. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen choreografischer und performativer Praxis sowie der Erforschung von Körpern und ihrer Umwelt. Aktuell bildet sie sich in der Feldenkrais-Methodik weiter.
Charlotte Huldi (BE, *1959) ist Regisseurin, Dramaturgin und Leiterin des zweisprachigen Theaterzentrums La Grenouille in Biel. Seit 1985 prägt sie mit ihrer Arbeit das professionelle Theater für junges Publikum.
Kayije Kagame (GE, *1987) arbeitet an der Schnittstelle zwischen den darstellenden und den bildenden Künsten. Neben ihrer Tätigkeit als Theater- und Performanceschaffende ist sie auch als Filmschauspielerin international präsent.
OHNE ROLF (LU, 1999 gegründet) ist ein Duo bestehend aus Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg. Mit ihrer Theaterform des «Sprechens durch Blättern von Plakaten» gehören sie seit über zwanzig Jahren zu den innovativsten Vertretern der Kleinkunstszene.
Catol Teixeira (Brasilien/GE, *1993) ist im Bereich Tanz und Choreografie tätig. In einer kollaborativen und interdisziplinären Praxis erforscht Catol Teixeira Fragen des Zusammenlebens und der Identität aus trans-queeren Perspektiven.
Zirkus FahrAwaY (BL, 2010 gegründet) produziert zeitgenössischen Zirkus für ein generationenübergreifendes Publikum. Mit seinen Tourneen und Vermittlungsprojekten engagiert er sich für den Zugang zu Kultur in unterschiedlichen Regionen.
Preise «Schweizer Tanzproduktion 2025» und «Schweizer Theaterproduktion 2025»
Als Schweizer Tanzproduktion 2025 ehrt die Jury «the wizard is not real» von lisa laurent (Frankreich/GE, *1996). Die Performance verwebt Trauer und Verletzlichkeit zu einer eindringlichen choreografischen Arbeit. Die Preissumme beträgt 25'000 Franken. Der Preis für die Schweizer Theaterproduktion 2025 geht an «4/5 oder von der Kunst, keine Fahrstuhlmusik zu werden» von Zell:stoff (LU, 2009 gegründet). Das Stück erzählt vom Älterwerden mit grosser Sensibilität und Humor. Die Preissumme beträgt 25'000 Franken.
June Johnson Newcomer Prize 2026
In Zusammenarbeit mit der Stanley Thomas Johnson Stiftung (STJS) vergibt das BAK den mit 25'000 Franken dotierten June Johnson Newcomer Prize 2026 an Ludovico Paladini (Italien/VD, *1998). Der Tänzer und Choreograf experimentiert mit poetischen, vom Alltag und der Gegenwart inspirierten dystopischen Universen.
Preisverleihung am 6. November 2026 in Aarau
Die Verleihung des Grand Prix und der anderen Schweizer Preise Darstellende Künste findet am 6. November 2026 in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in der Alten Reithalle der Bühne Aarau statt.
Adresse für Rückfragen
Informationen zu den Schweizer Preisen Darstellende Künste
Leandra Zumbühl
Mitarbeiterin Darstellende Künste
Sektion Kulturschaffen und Preise
Bundesamt für Kultur BAK
+41 58 463 04 30
darstellendekuenste@bak.admin.ch

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