Die NZZ steht für unabhängigen Qualitätsjournalismus liberaler Prägung. Dieses publizistische Selbstverständnis bleibt der Kern ihres Geschäftsmodells. Gleichzeitig verändern künstliche Intelligenz und neue Nutzungsgewohnheiten den Journalismus grundlegend. Diese Entwicklungen hat der Verwaltungsrat bei der Vorbereitung der Nachfolge und der Festlegung der Anforderungen an die künftige Chefredaktion berücksichtigt.
«Mark Dittli verbindet journalistische Kompetenz mit langjähriger Führungs- und unternehmerischer Erfahrung. Er hat über viele Jahre gezeigt, dass er für anspruchsvollen, unabhängigen Journalismus steht, Redaktionen erfolgreich führen und neue journalistische Angebote aufbauen kann. Durch die langjährige Zusammenarbeit kennt er die NZZ gut und ist mit unserer Kultur und unserem publizistischen Anspruch bestens vertraut. Wir sind überzeugt, dass er die NZZ mit seiner Erfahrung und seinen Ideen erfolgreich weiterentwickeln wird», sagt Isabelle Welton, Präsidentin des Verwaltungsrates der NZZ. CEO Felix Graf ergänzt: «Die NZZ steht publizistisch und wirtschaftlich stark da. Jetzt geht es darum, diese Stärke in einem sich rasch verändernden Medienumfeld weiter auszubauen. Gemeinsam mit Mark wollen wir unseren Qualitätsjournalismus konsequent weiterentwickeln und neue Technologien dort nutzen, wo sie unsere publizistischen Angebote stärken.»
Mark Dittli sagt: «Die NZZ steht für einen unabhängigen Journalismus mit einer klaren liberalen Haltung. Sie hinterfragt, ordnet ein und bezieht Position. Das ist gerade heute wichtig, wenn sich die Welt so rasch verändert und viele Gewissheiten infrage gestellt werden. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit der Redaktion diesen Anspruch weiterzuführen und die Zukunft der NZZ mitzugestalten.»
Mark Dittli studierte an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule (HWV) Winterthur Betriebsökonomie. Zudem erwarb er den Abschluss als Chartered Financial Analyst (CFA). Seine journalistische Laufbahn begann er 2000 bei der «Finanz und Wirtschaft», für die er unter anderem fünf Jahre als Korrespondent aus New York berichtete. Von 2012 bis 2017 war er Chefredaktor der Zeitung und etablierte insbesondere deren digitales Angebot. Ab 2018 arbeitete er während eines Jahres in einem Teilzeitpensum als Redaktor beim Online-Magazin Republik. Parallel dazu bereitete er die Gründung des digitalen Finanzmagazins «The Market» vor, das er 2019 gemeinsam mit sechs Partnern lancierte und an dem sich die NZZ als Minderheitsaktionärin beteiligte. Als Chefredaktor und Geschäftsführer baute Dittli das Unternehmen auf und etablierte es erfolgreich und profitabel im Schweizer Markt. Ende 2023 übernahm die NZZ sämtliche Aktien. Seit 2024 ist «The Market» auch in Deutschland präsent.
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