LUKS Gruppe: Nidwaldner VR-Mitglied gibt Mandate altershalber ab

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15.10.2026, Hanspeter Kiser gehört als Vertreter des Kantons Nidwalden dem Verwaltungsrat der LUKS Gruppe sowie dem Verwaltungsrat der Spital Nidwalden-Immobilien Gesellschaft an. Nun tritt er altershalber zurück und gibt seine Mandate schrittweise bis Ende April 2027 ab. Der Regierungsrat geht die Nachfolgeregelung zeitnah an.

Hanspeter Kiser (Bild) vertritt den Kanton Nidwalden seit 1. Juli 2021 im Verwaltungsrat der LUKS Gruppe. An diesem Datum wurden das Luzerner Kantonsspital und das Kantonsspital Nidwalden in gemeinnützige Aktiengesellschaften umgewandelt und zur LUKS Gruppe zusammengeschlossen. Bereits zuvor gehörte er seit 2017 dem damaligen, personell identischen Spitalrat der Kantonsspitäler Nidwalden und Luzern an. Zudem ist Hanspeter Kiser Verwaltungsratspräsident der Spital Nidwalden Immobilien-Gesellschaft (SNIG). Diese kümmert sich um die Immobilien und Infrastruktur des Spitals Nidwalden, insbesondere um deren Bewirtschaftung, Unterhalt und Weiterentwicklung.

Nun hat Hanspeter Kiser den Nidwaldner Regierungsrat darüber informiert, dass er seine beiden Spital-Verwaltungsratsmandate aus Altersgründen niederlegen wird. Seine Tätigkeit im Verwaltungsrat der LUKS Gruppe, der aus neun Mitgliedern besteht, endet per 31. Dezember 2026. Das Präsidium des fünfköpfigen Verwaltungsrats der SNIG wird er per Ende April 2027 abgeben. «Das Spital Nidwalden steht vor einer wichtigen Weichenstellung. Die strategische Weiterentwicklung wurde angestossen und die nächste Phase der Zusammenarbeit innerhalb der LUKS Gruppe ist eingeleitet. Gerade für diese Aufgaben sind nun frische Energie und eine langfristige personelle Perspektive im Verwaltungsrat besonders wertvoll. Daher ist jetzt ein passender Zeitpunkt, um die Verwaltungsratsmandate in neue Hände zu übergeben», sagt der 70-Jährige.

Hanspeter Kiser gehört seit über zehn Jahren den strategischen Gremien des Spitals an und hat dessen Entwicklung massgeblich mitgestaltet. Sein Wirken leistete einen wichtigen Beitrag zu einer wohnortsnahen und qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung. «Wir bedauern den Rücktritt sehr, haben aber volles Verständnis für diesen Entscheid. Hanspeter Kiser hat sich mit grossem Engagement für das Spital Nidwalden und die Gesundheitsversorgung im Kanton eingesetzt. Dafür ist ihm der Regierungsrat sehr dankbar», würdigt der Nidwaldner Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann die Verdienste des scheidenden Verwaltungsratsmitglieds.

Nachfolgeregelung wird aufgegleist

Das Auswahlverfahren für die Nachfolge von Hanspeter Kiser wird in Kürze eingeleitet. Für die Vertretung Nidwaldens im Verwaltungsrat der LUKS Gruppe erfolgt die formelle Wahl durch die Generalversammlungen der Spital Nidwalden AG und der Luzerner Kantonsspital AG, wobei die Wahl auf Vorschlag des Kantons Nidwalden erfolgt.

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Über Kantonale Verwaltung Nidwalden:

1291 schlossen die Talleute von Uri, Schwyz und Nidwalden ein Bündnis, das zur Bildung der Eidgenossenschaft führen sollte. Freilich waren damals noch fast keine staatlichen Strukturen vorhanden. Diese begannen sich erst zu entwickeln und erreichten gegen Ende des 14. Jahrhunderts sowohl auf regionaler wie auf kommunaler Ebene einen Stand, der bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft höchstens noch marginal verändert worden ist: Alle politischen Gewalten (wie Landsgemeinde, Landrat, Wochenrat, obrigkeitliche Herren, Gerichte, dörfliche Ürten und Kirchgemeinden) waren nun institutionalisiert. Schritt mit diesem Aufbau hielt die Ausbildung des Territoriums mit dem Zurückdrängen der Feudalrechte Landsfremder und der Annexion der Engelberger Alpen.

Ob- und Nidwalden bildeten jedoch nie eine politische Einheit. Nidwalden trat 1291 allein mit Uri und Schwyz in den Bund ein (Obwalden kam erst später hinzu). Verschiedene Wege ging man auch beim Aufbau der Staatsstrukturen. Einzig zur Beratung wichtiger gemeinsamer Interessen rief man im 14. und im 15. Jahrhundert bisweilen die Landleute aus beiden Talschaften zusammen. Später unterblieb auch das, soweit hatte man sich auseinandergelebt, dass man lieber mit den Urnern, Schwyzern oder Luzernern gemeinsame Sache machte als miteinander. So galt Nidwalden bei den politischen Auseinandersetzungen nach den Burgunderkriegen, die im Stanser Verkommnis 1481 ihr Ende fanden, als neutral, während Obwalden als Parteigänger angesehen wurde. Oder Nidwalden eroberte mit Uri und Schwyz allein die ennetbirgischen Vogteien Bellinzona, Riviera und Blenio im Tessin.

Das Nidwaldner Selbstverständnis war in hohem Masse religiös bestimmt. Die Stellung der Kirche war stark, das christliche Nidwalden eine Realität. Der berühmteste Nidwaldner Staatsmann Landammann Melchior Lussi vertrat gar die gesamte Innerschweiz am Konzil von Trient und war massgebend an der Erneuerungsbewegung beteiligt. Es erstaunt darum nicht, dass die Reformen der katholischen Kirche hier auf fruchtbaren Boden fielen.

Wirtschaftlich blieb Nidwalden bis ins 20. Jahrhundert ein Agrarland. Vieh und Hartkäse wurden vor allem nach Oberitalien ausgeführt. Obwohl das Land schon im Spätmittelalter die Bevölkerung nicht ernähren konnte, entstand nur im Rotzloch eine kleine Industriezone. Solddienste und später Auswanderungen ins Elsass, nach Württemberg, später auch nach Preussen, Russland und Übersee trugen zur Linderung des Bevölkerungsdruckes bei.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren noch über 95 Prozent der ansässigen Bevölkerung Landleute und mehr als 85 Prozent wohnten in jener Gemeinde, in der sie das Bürgerrecht besassen. Die Ideen der französischen Revolution fanden deshalb hier nur wenig Anhänger. Der überwiegende Teil besass an der Landsgemeinde und in den Ürteversammlungen Mitspracherechte, von denen man andernorts nur träumen konnte. Nidwalden lehnte in der Folge die Helvetische Verfassung ab, deren Bestimmungen ideell zwar zukunftsweisend waren, in der Realität aber für die meisten Landesbewohner einen politischen Rückschritt bedeuteten. Die Ablehnung musste Nidwalden am 9. September 1798 mit dem Niedermetzeln von über 400 Personen durch französische Truppen und der willkürlichen Zerstörung von mehreren hundert Gebäuden schwer bezahlen.

Die günstige geografische Lage des Kantons Nidwalden macht den Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsträger. Der Vierwaldstättersee und die Berge ermöglichen im Sommer wie im Winter ein breites Freizeit- und Ferienangebot. Die Seegemeinden verfügen über eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten und die Voralpen sind mit Bergbahnen gut erschlossen. Die Ausflugs- und Ferienziele sind bequem, schnell und individuell erreichbar. Sei es der Erlebnisberg Klewenalp, der Blumenberg Stanserhorn, der Titlisgletscher, die voralpine Region Bannalp, der mondäne Bürgenstock mit dem welthöchsten Aussenlift zur Hammetschwand oder die Sommerbobs auf Wirzweli.

Der Kanton Nidwalden offeriert eine Fülle von Naturschönheiten, Sportmöglichkeiten und Erlebnisangeboten. Mit dem Einbezug von lokalen Besonderheiten wie der Bähnli-Safari, der Glasi Hergiswil oder 'Schlafen im Stroh' werden Zeichen zur Umsetzung eines sanften Tourismus gesetzt.

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