KI kann bei Entwürfen, Übersetzungen, Recherchen und Bildern helfen. Doch vor einer Veröffentlichung stellen sich Fragen: Stimmen die Fakten? Darf das Bild verwendet werden? Ist für das Publikum erkennbar, wenn eine Darstellung künstlich erzeugt wurde?
Der Schweizer Berufsverband pr suisse hat am 24. September 2026 seine «Empfehlungen für den Einsatz von KI in PR und Kommunikation» vorgestellt. Der Verband leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Schweizer Kommunikationsbranche: Die Empfehlungen machen aus einer oft abstrakten Debatte konkrete Fragen für den Arbeitsalltag.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Prüfung von Inhalten. Zahlen, Zitate und wesentliche Aussagen sollen anhand verlässlicher Quellen kontrolliert werden. Auch die Rechte an Texten, Bildern und anderen Materialien sind vor der Verwendung zu klären. Ein KI-System kann bei der Arbeit unterstützen; seine Ausgabe allein ist noch kein Beleg.
Ebenso wichtig ist Transparenz gegenüber dem Publikum. Realistisch wirkende KI-Bilder oder künstlich erzeugte Personen können einen falschen Eindruck vermitteln, wenn ihre Entstehung nicht erkennbar ist. Die Empfehlungen unterscheiden solche Fälle von der sprachlichen oder organisatorischen Unterstützung durch KI bei einem anschliessend menschlich geprüften Inhalt.
Für Unternehmen und Agenturen bedeutet verantwortungsvoller KI-Einsatz auch, Zuständigkeiten festzulegen: Welche Systeme dürfen verwendet werden? Welche Daten sind dafür freigegeben? Wer prüft und genehmigt einen Beitrag? Und wer sorgt für eine Korrektur, falls trotz Prüfung ein Fehler veröffentlicht wird?
pr suisse gibt damit eine praktische Orientierung, die über einzelne KI-Werkzeuge hinausreicht. Die Empfehlungen sind keine gesetzliche Vorschrift. Sie helfen Kommunikationsfachleuten aber, auch bei schnellerer Produktion die Qualität und Glaubwürdigkeit ihrer Veröffentlichungen zu sichern.
Quelle: pr suisse: Empfehlungen für den Einsatz von KI in PR und Kommunikation
Firmenprofil: Geschäftsstelle pr suisse auf HELP.CH

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