KI im Berufsalltag: BACS sensibilisiert für den Umgang mit vertraulichen Daten

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02.10.2026, Zürich - Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) hat am 1. Oktober den Cyber Security Month 2026 gestartet. Unter dem Motto «Oversharing – Bewusst teilen» beschäftigt sich die Kampagne mit dem sorgsamen Umgang mit Informationen. Ein Schwerpunkt betrifft Unternehmen und Mitarbeitende: Was ist zu beachten, wenn persönliche oder geschäftliche Daten in KI-Anwendungen eingegeben werden?

KI-Werkzeuge können Arbeitsabläufe erleichtern. Sie helfen beispielsweise dabei, einen Entwurf zu erstellen oder umfangreiche Inhalte zu erschliessen. Wer dafür Unterlagen an eine Anwendung übermittelt, muss jedoch auch die darin enthaltenen Informationen berücksichtigen. Ein Dokument kann neben dem benötigten Text vertrauliche Angaben über Kunden, Mitarbeitende oder das Unternehmen enthalten.

Das BACS nimmt diese Fragen im Rahmen seiner Oktoberkampagne auf. Gemeinsam mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) thematisiert es den Einsatz von KI am Arbeitsplatz und die damit verbundenen Risiken.

Bewusst entscheiden, welche Informationen weitergegeben werden

«Oversharing» bezeichnet das übermässige oder unbedachte Teilen von Informationen. Die Kampagne betrachtet dabei unterschiedliche Situationen – von öffentlichen Beiträgen im Internet bis zur Verarbeitung von Daten mit digitalen Werkzeugen.

Bei KI-Anwendungen ist entscheidend, unter welchen Bedingungen Informationen verarbeitet werden. Eine Eingabe wird nicht automatisch öffentlich. Dennoch sollten Nutzerinnen und Nutzer wissen, welche Vorgaben für den verwendeten Dienst gelten und ob die Anwendung für die betreffenden Daten vorgesehen ist.

Für Unternehmen stellt sich damit eine praktische Aufgabe: Mitarbeitende brauchen nachvollziehbare Regeln, welche Informationen sie mit welchen KI-Werkzeugen bearbeiten dürfen.

Wie öffentlich verfügbare Angaben Angreifern helfen

Auch ausserhalb von KI-Anwendungen kann die Weitergabe von Informationen Folgen haben. Einzelne Angaben auf verschiedenen Websites oder sozialen Plattformen können zusammen Aufschluss über eine Person, ihre Kontakte und ihren Alltag geben.

Nach Angaben des BACS lässt sich dieses Wissen unter anderem für personalisiertes Phishing, Identitätsdiebstahl und Betrug missbrauchen. Angreifer können bekannte Details nutzen, um Vertrauen aufzubauen und eine Nachricht oder Kontaktaufnahme überzeugender wirken zu lassen.

Die Kampagne soll dafür sensibilisieren, nicht nur einen einzelnen Beitrag zu beurteilen, sondern auch die Informationen zu berücksichtigen, die bereits an anderen Stellen zugänglich sind.

Redaktionelle Orientierung für KMU

Für KMU bietet der Kampagnenstart einen Anlass, den eigenen Umgang mit KI zu überprüfen. Vor der Eingabe sollte geklärt werden, ob ein Text personenbezogene Daten oder vertrauliche Geschäftsinformationen enthält und ob diese für die Aufgabe erforderlich sind.

Neutrale Beispiele oder gekürzte Auszüge können helfen, die übermittelten Informationen zu begrenzen. Das Entfernen von Namen allein macht einen Text allerdings nicht zwingend anonym: Auch andere Details können Personen erkennbar machen.

Bei sensiblen Unterlagen sollten die betrieblichen Freigaben sowie die Bedingungen und Einstellungen der jeweiligen Anwendung geprüft werden. Eine klar benannte Ansprechperson erleichtert es Mitarbeitenden, offene Fragen vor der Nutzung zu klären.

Gemeinsam digitale Risiken erkennen

Ein weiterer Bestandteil der BACS-Kampagne ist der Austausch zwischen Jugendlichen und älteren Erwachsenen. In Zusammenarbeit mit Netpathie finden Workshops statt, in denen die Teilnehmenden untersuchen, wie persönliche Angaben zusammengeführt und für betrügerische Zwecke eingesetzt werden können.

Dabei erarbeiten sie gemeinsam Möglichkeiten, Informationen überlegter weiterzugeben und auffällige Situationen zu erkennen. Über vier Wochen greift das BACS verschiedene Aspekte des Themas auf.

Informationen zum BACS

Das Bundesamt für Cybersicherheit ist die zentrale Anlaufstelle des Bundes für Cyberfragen aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Bevölkerung. Es ist für die koordinierte Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie verantwortlich.

Weitere Angaben und Kontaktinformationen finden sich im Profil des Bundesamts für Cybersicherheit BACS auf HELP.CH.

Quelle: Bundesamt für Cybersicherheit – Cyber Security Month 2026: «Oversharing – Bewusst teilen», veröffentlicht am 1. Oktober 2026

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