Gewaltfreie Bildung: Der Kanton Jura setzt sich für die Rechte der Kinder ein

Teilen: |

01.07.2026, Am 1. Juli 2026 wird der Grundsatz der Gewaltfreiheit in der Schweiz im Zivilgesetzbuch verankert. Diese Gesetzesänderung ist ein bedeutender Schritt: Sie sichert Kindern das Recht auf eine respektvolle Erziehung, frei von physischer und psychischer Gewalt. Die Regierung des Bundeslandes Jura begrüßt diesen Fortschritt und wird sich dafür einsetzen, das Bewusstsein für dieses Thema bei Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Studien in der Schweiz zeigen, dass Gewalt gegen Kinder weiterhin ein ernstes Problem darstellt. Ob physische oder psychische Gewalt, sie kann kurz- und langfristig erhebliche Folgen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben. Insbesondere kann sie zu Angstzuständen, geringem Selbstwertgefühl, Beziehungsschwierigkeiten und gewalttätigem Verhalten führen. Sie bietet keinerlei pädagogischen Nutzen und kann im Gegenteil das Leben der Betroffenen dauerhaft schädigen. Mit

dem Inkrafttreten des Grundsatzes der Gewaltfreiheit im Schweizerischen Zivilgesetzbuch am 1. Juli 2026 wird eine Forderung, die bereits im Schweizer Strafrecht und der UN-Kinderrechtskonvention anerkannt ist, explizit im Zivilrecht verankert. Durch diese Revision erhält das Schweizer Recht einen Rahmenstandard, der eine klare Richtung für eine Erziehung vorgibt, die die Rechte und die Würde des Kindes achtet. Ohne den Handlungsspielraum der Behörden einzuschränken, bietet diese neue Rechtsvorschrift Fachkräften im Kinderschutz ein zusätzliches Instrument zur Unterstützung von Familien. Der Grundsatz der Gewaltfreiheit ist mit der Ausübung der elterlichen Autorität vereinbar, die das Aufstellen von Regeln und Grenzen sowie das Ergreifen geeigneter Massnahmen bei Nichteinhaltung umfasst. Es fördert einen pädagogischen Ansatz, der einen fürsorglichen und konstruktiven Rahmen bietet.

Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen sind unerlässlich.
Um nachhaltige Veränderungen in Einstellungen und Verhaltensweisen zu erreichen, ist es grundlegend, dass die Gesetzesänderung von Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen begleitet wird. Die Regierung des Jura plant daher, ihre Jugendpolitik zu stärken, indem sie ihre thematischen Workshops im Jahr 2027 auf dieses Thema konzentriert. Dieses Programm, das 2025 vom Jugendbeauftragten initiiert wurde, ist kostenlos und öffentlich zugänglich.

Unterstützung von Eltern und Verbesserung des Zugangs zu Unterstützungsangeboten:
Eltern stehen heute vor zahlreichen Herausforderungen im Bildungsbereich. Zeitmangel, die Belastungen des Alltags oder Schwierigkeiten bei der Suche nach verfügbaren Unterstützungsangeboten können dazu führen, dass sich Eltern hilflos fühlen. Sie äussern regelmässig den Bedarf an Unterstützung in Bezug auf den Umgang mit Emotionen, Geschwisterkonflikte, Schlaf, Bildschirmzeit und schulische Leistungen.

Die neuen Bundesbestimmungen schreiben ausserdem vor, dass die Kantone sicherstellen müssen, dass Eltern und Kinder bei schulischen Schwierigkeiten ausreichend Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten haben. Der Kanton Jura beabsichtigt, sich aktiv an diesem Ansatz zu beteiligen, indem er bestehende Angebote fördert und deren Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit verbessert.

--- ENDE ARTIKEL Gewaltfreie Bildung: Der Kanton Jura setzt sich für die Rechte der Kinder ein ---

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.

Über Kantonale Verwaltung Jura:

Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.

Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.

Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.

Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.

Saignelégier et les Franches-Montagnes

Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.

Delémont et le pays vadais

Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.

Quellen & Netzwerke:
Aktuellenews HELP.ch
Zusätzliche Datei-Verweise:
Kantonale Verwaltung Jura (Firmenporträt)