Diese Gefahren drohen im Herbst auf der Strasse

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Touring Club Suisse (TCS)
Bildrechte: magann - Fotolia
Fotograf: Markus Gann

19.10.2026, Vernier/Ostermundigen (ots) - Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Verkehrsbedingungen werden anspruchsvoller. Nebel, Regen, Laub, tief stehende Sonne und vermehrter Wildwechsel stellen für alle Verkehrsteilnehmenden Risiken dar. Der TCS erinnert an die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen für eine sichere Fahrt im Herbst.

Auf nasser oder mit Laub bedeckter Fahrbahn nimmt die Haftung ab und der Bremsweg verlängert sich. Wasseransammlungen erhöhen zudem die Gefahr von Aquaplaning, während sich bei sinkenden Temperaturen örtlich Glatteis bilden kann. Deshalb gilt es, die Geschwindigkeit zu reduzieren, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu vergrössern und abruptes Bremsen oder plötzliche Richtungswechsel zu vermeiden.

Für gute Sicht sorgen

Nebel und Regen sind im Herbst nicht die einzigen Gefahren. Die kürzeren Tage schränken die Sicht zusätzlich ein, während die tief stehende Sonne die Fahrenden insbesondere am Morgen und gegen Abend blenden kann. Um eine möglichst gute Sicht zu gewährleisten, empfiehlt der TCS, die Windschutzscheibe regelmässig auch von innen zu reinigen sowie Scheiben, Rückspiegel und Scheinwerfer sauber zu halten. Die Scheibenwischer sollten kontrolliert und der Behälter mit einer für tiefe Temperaturen geeigneten Scheibenwaschflüssigkeit gefüllt werden.

Bei eingeschränkter Sicht muss das Abblendlicht eingeschaltet werden. Tagfahrlichter reichen nicht aus, da bei vielen Fahrzeugen die Rücklichter dabei ausgeschaltet bleiben. Die Lichtautomatik reagiert hauptsächlich auf Veränderungen der Helligkeit und schaltet bei Nebel oder starkem Regen das Abblendlicht möglicherweise nicht ein. Die Fahrenden müssen deshalb selbst überprüfen, ob die Beleuchtung den Bedingungen entspricht. Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten dürfen nur bei stark eingeschränkter Sicht verwendet werden.

Zu Fuss und auf zwei Rädern sichtbar sein

Fussgängerinnen und Fussgänger, Velofahrende sowie E-Trottinett-Fahrende sind bei abnehmender Helligkeit besonders gefährdet. Eine dunkel gekleidete Person ist erst aus rund 25 Metern Entfernung sichtbar, mit heller Kleidung aus 40 Metern und mit reflektierendem Material aus bis zu 140 Metern. Der TCS empfiehlt deshalb, möglichst an mehreren Körperstellen reflektierende Elemente zu tragen.

Die TCS-Präventionskampagne MADE VISIBLE bietet auf madevisible.swiss zahlreiche Tipps sowie Ideen für Kleidung und Accessoires, mit denen die Sichtbarkeit im Strassenverkehr verbessert werden kann.

Beim Velo müssen das weisse Vorderlicht und das rote Rücklicht einwandfrei funktionieren und eingeschaltet werden, sobald es die Sichtverhältnisse erfordern. E-Bikes und E-Trottinette müssen auch tagsüber mit eingeschaltetem Licht unterwegs sein. Saubere Reflektoren, funktionierende Bremsen sowie ausreichend aufgepumpte Reifen mit einem geeigneten Profil tragen ebenfalls dazu bei, das Unfallrisiko zu reduzieren.

Das Fahrzeug vor dem ersten Kälteeinbruch vorbereiten

Der TCS empfiehlt, Winterreifen bereits ab Oktober zu montieren und nicht auf den ersten Schneefall zu warten. Sie sollten eine Restprofiltiefe von mindestens 4 mm aufweisen. Reifen, die älter als fünf Jahre sind, verlieren aufgrund der zunehmenden Verhärtung der Gummimischung nach und nach an Qualität. Reifen, die älter als zehn Jahre sind, sollten unabhängig von ihrer Profiltiefe nicht mehr montiert werden.

Vor Beginn der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich ausserdem, Batterie, Beleuchtung und die verschiedenen Fahrzeugflüssigkeiten kontrollieren zu lassen. Ein Eiskratzer, ein Handbesen, eine Decke und passende Schneeketten können wertvolle Dienste leisten. Die Schneeketten sollten einmal im Trockenen montiert werden, um sich mit der Handhabung vertraut zu machen, bevor sie tatsächlich benötigt werden.

Vorsicht vor Wildtieren

Im Herbst steigt das Risiko, Wildtieren zu begegnen, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in der Nähe von Wäldern und Feldern. Um eine Kollision zu vermeiden, ist es wichtig, die Geschwindigkeit anzupassen und bremsbereit zu sein.

Befindet sich ein Tier auf der Fahrbahn oder in unmittelbarer Nähe, sollte die Geschwindigkeit reduziert, auf Abblendlicht umgeschaltet und bei Bedarf gehupt werden, um das Tier zu verscheuchen. Gefährliche Ausweichmanöver sollten hingegen vermieden werden. Kommt es trotz dieser Vorsichtsmassnahmen zu einer Kollision, muss umgehend die Polizei informiert werden. Ein verletztes Tier darf weder angefasst noch bewegt werden. Stattdessen sollte mit ausreichendem Sicherheitsabstand auf das Eintreffen von Fachpersonen gewartet werden.

Pressekontakt:

Marco Wölfli, Mediensprecher TCS
Tel. 058 827 34 03 | marco.woelfli@tcs.ch

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Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: magann - Fotolia / Fotograf: Markus Gann

Über Touring Club Suisse (TCS):

Seit seiner Gründung 1896 in Genf steht der Touring Club Schweiz im Dienst der Schweizer Bevölkerung. Er engagiert sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung in der persönlichen Mobilität, politisch wie auch gesellschaftlich. Mit über 2000 Mitarbeitenden und 23 regionalen Sektionen bietet der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seinen über 1,6 Millionen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit und Freizeitaktivitäten an.

Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.

Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.

Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.

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