Atlanta 1948: Die 72-jährige, wohlhabende Miss Daisy verursacht einen Autounfall. Ihr Sohn Boolie stellt ihr daraufhin den Schwarzen Chauffeur Hoke Coleburn zur Seite. Die eigenwillige, gebildete Südstaaten-Lady weigert sich zunächst hartnäckig, seine Hilfe anzunehmen. Hoke, ruhig und lebensklug, begegnet ihrer Überheblichkeit mit Geduld und Würde. Schritt für Schritt gewinnt er ihr Vertrauen; was zunächst den Charme einer widerspenstigen Zähmung hat, entwickelt sich zu einem Gesellschaftsstück mit Tiefgang und subtilen Ober- und Untertönen, ohne das Spiel von Nähe und Ferne zwischen den beiden Hauptpersonen ganz aufzulösen. Genügend Zündstoff für dauerhafte Spannung liefert schon der reale historische Rahmen, dem die beiden Protagonisten entstammen, Sphären, die unterschiedlicher kaum sein könnten: zum einen die wohlhabende, gebildete jüdische Südstaaten-Lady, zum andern der schwarze Angestellte aus der Unterschicht in einer Epoche, in der die Rassentrennung in den USA noch fast selbstverständlich den Alltag der Menschen bestimmte.
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