Der «Locus amoenus» – der liebliche Ort – beschreibt eine Idylle, die schon seit der Antike sowohl Musik als auch Bild und Schrift inspiriert. Diese Faszination mit einem Ort in der Natur, Garten Eden auf Erden sozusagen, bildet den Grundstein zur «pastoralen» Ästhetik, wie wir sie heute kennen. Idylle, Naturparadies, Garten Eden: Das sind alles Begriffe, die vielleicht etwas gar nah am Kitsch und Klischeehaften liegen. Beethovens «Pastorale» ist aber weit vom Kitsch entfernt. Mit dem furchterregenden Gewitter hat sie sich auch vom anfangs erwähnten «Locus amoenus» wegbewegt.
Wie kam es also dazu, dass Beethoven eine solche Sinfonie schrieb? Was gibt es in einer so bekannten Sinfonie noch zu entdecken und neu zu hören? Chefdirigent Roberto González-Monjas wird Sie mit seiner Moderation und Musikbeispielen durch Beethovens pastorale Schilderung führen und Ihnen seinen persönlichen Zugang zu diesem Meisterwerk näherbringen. In der zweiten Hälfte erklingt Beethovens sechste Sinfonie vor diesen Hintergründen ganz neu – in neuem Licht eben.
Programm
DIV - Neues Licht auf Beethovens «Pastorale»
- PAUSE -
Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68 «Pastorale»
Besetzung
Orchester: Musikkollegium Winterthur
Leitung und Moderation: Roberto González-Monjas
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