Der norwegischen Literaturnobelpreisträger Bjørnstjerne Bjørnson schrieb einmal über sein Heimatland; „Norwegen ist ein Land, in dem die Natur so gewaltig ist, dass der Mensch sich darin nur als Gast in einem Traum vorkommt.“ Vilde Frang, Artistin in Residence aus Oslo, lädt in diesem Programm ein zu einer Reise in musikalische Traumwelten. Die monumental angelegte Sonate für zwei Violinen von Eugène Ysaÿe schafft die Illusion einer orchestralen Traumlandschaft für nur zwei Instrumente. Dichte motivische Vernetzungen erzeugen einen wirbelnden Strom aus leuchtenden Klangfarben. Die Capricci des norwegischen Komponisten Bjarne Brustad verbindet Elemente aus der norwegischen Volksmusik mit stilistischen Techniken aus der neoklassizistischen Musik. Brustad übersetzt den spröden, obertonreichen Klang der Hardangerfiedel durch neue Spieltechniken des 20. Jahrhunderts.
Béla Bartók war von der Serenade für zwei Violinen und Viola von Zoltán Kodály sehr beeindruckt und schrieb: „Diese Komposition ist ein genuines modernes Produkt der ungarischen Kultur. Es ist außerordentlich reich an Melodien, deren exotische Charakterzüge vom starken rubato der alten Bauernmusik bestimmt sind.“
Vilde Frang, Violine
Artist in Residence 2026
Ilya Gringolts, Violine
Lawrence Power, Viola
Eugène Ysaÿe (1858-1931)
Sonate für 2 Violinen a-Moll op. posth.
[Solostück für Viola solo TBC]
Pause
Bjarne Brustad (1895-1978)
Capricci für Violine und Viola
Zoltán Kodály (1882-1967)
Serenade für 2 Violinen und Viola op. 12
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