Jahrzehntelang schlummerte es unentdeckt im Nachlass einer der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendts einziges Märchen. Nun erlebt es seine Uraufführung – und das mitten im malerischen Park der Villa Grunholzer in Uster.
Die Zürcher Schriftstellerin Hildegard E. Keller stiess auf den handgeschriebenen Text in Arendts Nachlass und transkribierte ihn von doppelseitig beschriebenen Luftpostpapieren. Was sie dabei entdeckte, überraschte selbst Kennerinnen und Kenner: eine verspielte, poetische, humorvolle Hannah Arendt, weit jenseits ihres Rufs als strenge Theoretikerin.
Im Mittelpunkt steht ein kleines Mädchen, das seine Lieblingsgans sucht, die Vogelsprache erlernt und auf seiner Reise den weisesten Tieren der Welt begegnet. Eine Geschichte über Mut, Vertrauen und den Wunsch, die Welt zu verstehen. Mit einem Happy End, wie es sich gehört.
Für das Ereignis spannen die Kulturinstitutionen Central Uster und Villa Grunholzer erstmals zusammen und präsentieren diesen zauberhaften Stoff als immersives Stationentheater: Das Publikum wandert gemeinsam durch den Park, begegnet den Figuren hautnah und wird selbst Teil der Reise. Der Ruf «Kiwitt, kiwitt, kommt alle mit!» verbindet Jung und Alt zu einer Gemeinschaft auf Entdeckungsreise.
Das Stück ist für Kinder ebenso gemacht wie für Erwachsene – bildstark und abenteuerlich für die einen, philosophisch tiefgründig für die anderen.
Eine Koproduktion des CENTRAL USTER und der VILLA GRUNHOLZER.
Mit: Hildegard E. Keller, Simon Brusis, Bodo Krumwiede, Miro Lorenzo Maurer
Ausstattung: Doreen Back
Im Park der Villa Grunholzer, Florastrasse 18, 8610 Uster
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