Unser Körper ist kein abgeschlossener Organismus, sondern Teil eines komplexen Ökosystems. Unzählige Mikroben, Pilze und Zellkolonien bevölkern uns von der Haut bis in unser Innerstes. Sie prägen unseren Stoffwechsel, unsere Wahrnehmung und unser Dasein – und doch schenken wir dieser Lebensgemeinschaft kaum Aufmerksamkeit.
Anna Anderegg und ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen und Künstler*innen untersuchen in «POROUS MATTER» genau jene scheinbar unsichtbaren Existenzen als unsere Komplizinnen. Was bedeutet es für unser Selbstverständnis, wenn wir eigentlich immer auch mehr als menschlich sind?
In dieser immersiven Performance erkundet die Bieler Choreografin den Körper als Ort, in dem sich evolutionäre Erinnerungen, fossile Spuren und mikrobiologische Geschichten eingeschrieben haben. Durch Video, Spiegel und Klangtexturen verschmelzen diese Körper mit digitalen Oberflächen, werden vervielfältigt oder fragmentiert, oszillieren zwischen festen und fliessenden Zuständen. Sie bewegen sich in fortwährender Verwandlung; einer Zukunft entgegen, in der das Artensterben alle Organismen bedroht, auch menschliche Körper.
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