Otto Nebel war Maler und Dichter zugleich. In seinem Werk gehören Farbe, Wort und Form eng zusammen. Wie viele Künstler seiner Zeit suchte er nach neuen Ausdrucksformen und verband Literatur und Malerei auf eigene Weise.
In Berlin gehörte er zur Künstlergruppe «Der Sturm». Während seiner Kriegsgefangenschaft schrieb er 1919 das Antikriegsgedicht Zuginsfeld. Später erfand er eine eigene «Runensprache», in der Buchstaben, Rhythmus und Klang zu Bildern wurden.
1933 musste Nebel Deutschland verlassen und fand mit seiner Frau Hilda in Bern eine neue Heimat. Dort lebte er unter schwierigen Bedingungen, unterstützt von Freunden und einem Stipendium der Guggenheim Foundation.
Mit Paul Klee und Wassily Kandinsky verband ihn eine tiefe geistige Verwandtschaft. Reisen nach Italien prägten seine Farbenlehre, in der Licht und Struktur zu «bauwerklichen Sinngefügen» wurden. Seine Dombilder und späteren Runenbilder zeigen die Suche nach Harmonie, Geistigkeit und Freiheit.
Eine Ausstellung der Stiftung Schloss Spiez in Zusammenarbeit mit der Otto-Nebel-Stiftung Bern.
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