Diesel erreicht in der Schweiz mit 2.41 Franken ein Allzeithoch

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24.09.2026, Vernier/Ostermundigen (ots) - Der durchschnittliche Dieselpreis in der Schweiz erreicht mit 2.41 Franken pro Liter einen historischen Höchststand und übertrifft damit erstmals den bisherigen Rekord von 2.40 Franken aus dem Jahr 2022. Auch der Preis für Bleifrei 95 steigt weiter an und liegt mittlerweile bei 2.10 Franken pro Liter. Mehrere Faktoren tragen zu diesem Preisanstieg bei: geopolitische Spannungen, rückläufige Exporte raffinierter Erdölprodukte, Versorgungsengpässe und hohe Transportkosten auf dem Rhein. Angesichts dieser Preisentwicklung empfiehlt der TCS die Nutzung des Benzinpreisradars und gibt Tipps, um den Treibstoffverbrauch zu senken.

Der Rekord ist nun gebrochen. Der durchschnittliche Dieselpreis in der Schweiz liegt bei 2.41 Franken pro Liter. Das entspricht einem Anstieg von 11 Rappen innerhalb einer Woche und übertrifft den bisherigen Höchststand von 2.40 Franken aus dem Jahr 2022 zu Beginn des Krieges in der Ukraine. Vor dem Hintergrund des Krieges im Iran ist der Dieselpreis damit auf ein in der Schweiz noch nie erreichtes Niveau gestiegen. Auch Bleifrei 95 wird weiterhin teurer und kostet mittlerweile 2.10 Franken pro Liter, was einem Anstieg von 5 Rappen innerhalb einer Woche entspricht. Damit nähert sich der Preis seinem historischen Höchststand von 2.31 Franken pro Liter.

Mehrere Faktoren verstärken den Preisanstieg

Der aktuelle Preisanstieg lässt sich nicht auf einen einzelnen Faktor zurückführen, sondern ist das Ergebnis mehrerer Entwicklungen. Der Krieg im Iran und die Beeinträchtigungen der Erdölströme im Nahen Osten üben starken Druck auf die Märkte für Rohöl und raffinierte Erdölprodukte aus. Hinzu kommen die Folgen des Krieges in der Ukraine: Die Exporte von Diesel und Benzin aus Russland sind stark zurückgegangen, oder sogar ganz zum Erliegen gekommen, und mehrere russische Erdölinfrastrukturen und Raffinerien wurden beschädigt. Das Dieselangebot auf den internationalen Märkten ist deshalb besonders angespannt.

Hinzu kommen logistische Schwierigkeiten in der Schweiz. Die Raffinerie in Cressier, die normalerweise rund 30 Prozent des Schweizer Bedarfs an Erdölprodukten deckt, musste während einiger Tage den Betrieb einstellen. Gleichzeitig schränkt der niedrige Wasserstand des Rheins seit mehreren Monaten die Beladung der Schiffe ein. Die Transportkosten zwischen Rotterdam und Basel liegen deshalb bei über 220 Franken pro Tonne, gegenüber 22 bis 28 Franken unter normalen Bedingungen. Nach Berechnungen des TCS macht allein die Verteuerung des Transports auf dem Rhein derzeit rund 15 Rappen pro Liter beim Kraftstoffpreis an der Zapfsäule aus. Die Versorgung in der Schweiz ist aber weiterhin gesichert

So lassen sich die Kraftstoffkosten senken

Angesichts der gestiegenen Preise empfiehlt der TCS, seinen Benzinpreisradar zu nutzen. Damit lassen sich die Preise von fast 3800 Tankstellen in der Schweiz vergleichen und die günstigste Tankstelle in der Nähe schnell finden.

Um zu beurteilen, ob sich ein Umweg für einen günstigeren Preis lohnt, erinnert der TCS an die "Dreimal-5-Regel": Es lohnt sich, 5 Kilometer zusätzlich zu fahren, wenn der Kraftstoff mindestens 5 Rappen pro Liter günstiger ist und mindestens 50 Liter getankt werden.

Der TCS empfiehlt zudem eine vorausschauende und gleichmässige Fahrweise nach den Grundsätzen von EcoDrive. Damit lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Die massgebenden Einflussfaktoren für den Treibstoffpreis

Die Preise an Schweizer Tankstellen werden von einer Vielzahl nationaler und internationaler Faktoren beeinflusst:

  • Rohölpreis auf den internationalen Märkten
  • Wechselkurs US-Dollar/Schweizer Franken, da Rohöl weltweit in US-Dollar gehandelt wird
  • Raffineriekapazitäten und Raffineriemargen
  • Angebot und Nachfrage nach Benzin und Diesel auf den internationalen Märkten
  • Geopolitische Ereignisse
  • Transport- und Logistikkosten, etwa durch Einschränkungen der Schifffahrt auf dem Rhein
  • Staatliche Abgaben und Steuern, insbesondere Mineralölsteuer, Mineralölsteuerzuschlag, CO2- Abgaben (wo relevant) sowie die Mehrwertsteuer
  • Wettbewerb und Margen im Gross- und Detailhandel, weshalb sich die Preise zwischen einzelnen Tankstellen teilweise deutlich unterscheiden können.

Pressekontakt:

Marco Wölfli, Mediensprecher TCS
Tel. 058 827 34 03
marco.woelfli@tcs.ch

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Über Touring Club Suisse (TCS):

Seit seiner Gründung 1896 in Genf steht der Touring Club Schweiz im Dienst der Schweizer Bevölkerung. Er engagiert sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung in der persönlichen Mobilität, politisch wie auch gesellschaftlich. Mit über 2000 Mitarbeitenden und 23 regionalen Sektionen bietet der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seinen über 1,6 Millionen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit und Freizeitaktivitäten an.

Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.

Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.

Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.

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