Ab heute bieten neun Pilotgemeinden ihren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Wohnsitz-, Niederlassungs- und Aufenthaltsbescheinigungen online zu bestellen. Die Anträge werden direkt über das kantonale virtuelle Schalterportal eingereicht, mit der Möglichkeit, die Gebühren per Online- Zahlung zu begleichen. Die Dokumente werden anschliessend in elektronischer Form im sicheren persönlichen Benutzerbereich bereitgestellt. Die Bearbeitungsfristen und Gebühren werden weiterhin von den Gemeinden festgelegt. Die Einführung wird schrittweise fortgesetzt und soll bis Ende Sommer 2026 abgeschlossen sein, sodass alle Gemeinden des Juragebiets diese Dienstleistungen ihrer Bevölkerung anbieten können.
Dieser erste Leistungszyklus wird ab heute zudem durch den Start eines zweiten Projektzyklus ergänzt. Dieser sieht insbesondere vor, dass Bürgerinnen und Bürger künftig die Aufnahme eines Hundes in ihren Haushalt online melden können, wodurch die Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten gegenüber ihrer Gemeinde vereinfacht wird. Darüber hinaus ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Dienstleistungen geplant, um eine elektronische Zertifizierung direkt auf den ausgestellten Dokumenten anzubringen und damit deren rechtliche Verbindlichkeit sowie ihre digitale Nutzbarkeit weiter zu stärken.
Die Umsetzung dieser ersten kommunalen Dienstleistungen stellt einen wichtigen Schritt in der Bündelung digitaler Services zwischen Kanton und Gemeinden dar, wie sie im Gesetz über den sicheren virtuellen Schalter (LGVS) vorgesehen ist. In dieser Einführungsphase übernimmt der Staat die gesamten Kosten des Programms zur Cyberverwaltung der Gemeinden für die Jahre 2025 und 2026. Ab 2027 ist eine gemeinsame Finanzierung durch Kanton und Gemeinden vorgesehen.
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