Der Jura ist Ehrengast am Neuenburger Winzerfest

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23.09.2026, Vom 25. bis 27. September 2026 ist der Kanton Jura Ehrengast an der 99. Fête des Vendanges de Neuchâtel. Während drei Tagen präsentiert sich der Jura dem Publikum als gastfreundliche, kreative und genussvolle Region. Der Auftritt steht unter dem Motto «Le Jura. À partager sans modération» – «Der Jura. Zum Teilen ohne Mass».

Nach dem Wallis ist dieses Jahr der Jura Ehrengast am Neuenburger Winzerfest. Die traditionsreiche Veranstaltung gehört zu den bedeutendsten Festen im Kanton Neuenburg und zieht während drei Tagen rund 300'000 Besucherinnen und Besucher in die Kantonshauptstadt.

Die Einladung bietet Gelegenheit, die Beziehungen zwischen dem Jura und Neuenburg weiter zu stärken. Neben ihrer geografischen Nähe verbindet die beiden Kantone die Pflege lebendiger Traditionen sowie die Freude an Festen und Begegnungen. Für den Jura bietet sich damit eine besondere Gelegenheit, bekannte regionale Produkte und auch weniger bekannte Seiten des Kantons vorzustellen.

Genuss und Geselligkeit im jurassischen Dorf

Das «Village jurassien» im Agri'Culture-Dorf auf der Place des Halles bildet das Zentrum des jurassischen Auftritts. Als Ort der Begegnung und des Austauschs lädt es die Besucherinnen und Besucher zum Probieren, Entdecken und gemeinsamen Feiern ein.

Zu den bekannten Spezialitäten gehören Totché, Saucisse d'Ajoie IGP, Schinken am Knochen, Tête de Moine und Damassine AOP. Daneben werden auch ausserhalb des Kantons weniger bekannte Spezialitäten angeboten, darunter die Striflates der Saint-Martin sowie mit Damasson verfeinerte Berliner.

Das Publikum kann zudem einen Schaumwein und einen Rum mit einer Note der bekannten Damassine entdecken. Hinzu kommen regionale Craft-Biere und jurassischer Gin.

Auch Weine aus dem Jura, die weniger bekannt sind als ihre Neuenburger Pendants, ergänzen das Angebot mit ihrem eigenen Charakter und ihrer Authentizität. Das jurassische Dorf soll damit weit mehr als ein Degustationsort sein und die Gastfreundschaft des Kantons Jura erlebbar machen.

Drei Tage Fest und Musik

Auch die Musik spielt während des Wochenendes eine wichtige Rolle. Am Freitagabend eröffnet DJ Spice K die Feierlichkeiten mit bekannten Titeln aus den 1980er-, 1990er- und 2000er-Jahren.

Am Sonntagabend sorgt zunächst Rubis and the Mirabels mit Pop und Funk für Stimmung, bevor Sim's auftritt.

Der Musiker gehört zu den bekannten Vertretern der jurassischen und Westschweizer Musikszene. Er verbindet Rap mit urbanem Chanson und setzt dabei auf persönliche und gesellschaftlich engagierte Texte. Nach Auftritten auf zahlreichen Schweizer Bühnen wird er das Festwochenende musikalisch abschliessen.

Jurassische Alchemie am grossen Blumenkorso

Am Sonntag nimmt der Jura mit einem eigenen Wagen am «Grand Corso fleuri», dem grossen Blumenkorso, teil.

Die Gestaltung orientiert sich am Thema «L'alchimie des sens» – «Die Alchemie der Sinne». Im Mittelpunkt steht ein Alchemist, umgeben von verschiedenen charakteristischen Elementen des Kantons Jura: einer grosszügigen Portion Geselligkeit, Freiberger Pferden sowie Rosetten aus Tête de Moine.

Diese werden zusammen mit kleinen Broten der Bäckerbruderschaft an das Publikum verteilt.

Die Jurassierinnen und Jurassier sind eingeladen, am 25., 26. und 27. September zahlreich nach Neuenburg zu reisen und ihre Freude am gemeinsamen Feiern zu teilen.

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Über Kantonale Verwaltung Jura:

Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.

Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.

Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.

Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.

Saignelégier et les Franches-Montagnes

Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.

Delémont et le pays vadais

Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.

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Kantonale Verwaltung Jura (Firmenporträt)