Buslinien nach Ocourt und Damvant bleiben für die nächsten zwei Jahre erhalten

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25.09.2026, Die wesentlichen Inhalte des Fahrplans 2027 für den öffentlichen Verkehr im Kanton Jura stehen fest. Moutier erhält ein neues, deutlich ausgebautes städtisches Verkehrsnetz.

Die Busverbindungen nach Damvant und Ocourt bleiben vorerst für zwei weitere Jahre bestehen. Die Situation dürfte danach erneut überprüft werden, insbesondere im Hinblick auf neue Vorgaben des Bundes. Die Verbindungen Develier–Bourrignon und Courrendlin–Rebeuvelier werden bereits ab Dezember neu organisiert, um die aktuellen Bundesvorgaben zu erfüllen.

Gegenüber dem im Frühling in die Vernehmlassung geschickten Projekt wurden verschiedene Verbesserungen vorgenommen. Bei den Tarifen steigen die Preise der Vagabond-Abonnemente um 3,9 Prozent. Auch diese Anpassung steht in engem Zusammenhang mit den bundesweiten Rahmenbedingungen.

Vernehmlassung führte zu Anpassungen

Die Vernehmlassung zum Fahrplan 2027 des öffentlichen Verkehrs fand vom 22. Mai bis 9. Juni 2026 statt. Dabei gingen rund 200 Stellungnahmen sowie eine Petition ein. Die Rückmeldungen betrafen fast ausschliesslich die Buslinien.

Der zur Vernehmlassung vorgelegte Entwurf sah unter anderem eine Reduktion der Verbindungen zwischen Delémont und Bourrignon sowie auf der Achse Delémont–Courrendlin–Rebeuvelier–Moutier vor. Damit sollten die Kriterien des Bundes für eine Mitfinanzierung erfüllt werden.

Aufgrund der eingegangenen Rückmeldungen konnten verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. So wurden insbesondere die Bedürfnisse des Schulkreises Develier–Bourrignon berücksichtigt. Auf der Verbindung Courrendlin–Rebeuvelier sorgen zusätzliche Kurse zu Betriebsbeginn und am Betriebsende für längere Betriebszeiten und eine leichte Verbesserung gegenüber dem ursprünglich vorgeschlagenen Angebot.

In den kommenden Wochen werden die letzten Anpassungen vorgenommen. Die offizielle Veröffentlichung des Fahrplans ist für November vorgesehen. In Kraft tritt er am 13. Dezember 2026.

Verbindungen nach Damvant und Ocourt bleiben bestehen

Da die Einwohnerzahl von Damvant wieder über die Schwelle von 100 Personen gestiegen ist, beteiligt sich der Bund 2027 erneut an der Finanzierung der Erschliessung des Ortes. Das Angebot auf der Linie 78 Grandfontaine–Damvant kann deshalb beibehalten werden.

Auch die Linie 61 St-Ursanne–Ocourt–La Motte bleibt 2027 trotz vergleichsweise geringer Fahrgastzahlen bestehen. Das Bundesamt für Verkehr hat die Einführung neuer Kriterien voraussichtlich auf 2029 verschoben. Diese könnten künftig auch Auswirkungen auf die Erschliessung von Damvant haben.

Die Zukunft beider Buslinien bleibt aufgrund der derzeit geringen Nutzung allerdings unsicher. Eine langfristige Weiterführung ist nicht garantiert.

Neues Stadtbusnetz für Moutier

Der Gemeinderat von Moutier und die jurassische Regierung haben die Einführung des neuen städtischen Busnetzes für Moutier bestätigt. Die innerstädtische Erschliessung basiert künftig auf zwei Linien mit den Nummern 20 und 25.

Das neue Netz soll einen 15-Minuten-Takt bieten und die Anbindung des Spitals, der Wohnquartiere, der Industrie- und Gewerbezonen sowie der Standorte der kantonalen Verwaltung verbessern.

Finanziert wird das neue Angebot zum überwiegenden Teil von der Gemeinde Moutier.

Neue ÖV-Verbindung zum Étang de la Gruère geplant

Eine bessere Erschliessung des Étang de la Gruère mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird weiterhin geprüft.

Vorgesehen sind zusätzliche Kurse auf der bestehenden Buslinie zwischen Saignelégier und Les Reussilles. Diese sollen an den Wochenenden von Ostern bis Ende September sowie während der Sommer-Schulferien auch unter der Woche verkehren.

Die zusätzlichen Verbindungen würden Anschlüsse an die Züge in Saignelégier und Les Reussilles ermöglichen. Die entsprechenden Entscheide sollen im Herbst fallen. Ziel ist es, das neue Angebot ab Frühling 2027 einzuführen.

Die Finanzierung soll gemeinsam durch den Kanton Jura, den Parc du Doubs und die betroffenen Gemeinden erfolgen.

Fahrgastzahlen entscheiden über den Erhalt der Linien

Der Kanton Jura ruft die Bevölkerung jener Ortschaften, die sich während der Vernehmlassung stark für ihre Busverbindungen eingesetzt haben, dazu auf, die öffentlichen Verkehrsmittel künftig auch tatsächlich regelmässiger zu nutzen.

Entscheidend für den langfristigen Erhalt einer Buslinie seien nicht Petitionen, sondern die tatsächlichen Fahrgastzahlen.

Die gesamte Bevölkerung des Kantons Jura wird deshalb dazu aufgerufen, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und wenn möglich häufiger den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Dies gilt ausdrücklich auch für Haushalte, die über ein eigenes Auto verfügen.

Auch wenn das ÖV-Angebot in einzelnen Regionen reduziert wird, bleibt es im Kanton Jura insgesamt dicht und leistungsfähig.

Tarifanpassungen im Schweizer ÖV und bei den Vagabond-Abonnementen

Die Preise der Vagabond-Abonnemente steigen ab dem 13. Dezember 2026 um 3,9 Prozent.

Die Tarifanpassung erfolgt vor dem Hintergrund der allgemeinen Preisentwicklung im Schweizer öffentlichen Verkehr sowie steigender Kosten der Transportunternehmen, insbesondere im Energiebereich.

Zudem soll die Erhöhung dazu beitragen, die Kriterien des Bundes für eine Mitfinanzierung zu erfüllen. Dabei spielt insbesondere ein höherer Kostendeckungsgrad der einzelnen Linien durch Ticketeinnahmen eine wichtige Rolle.

Dieser Kostendeckungsgrad ist mitentscheidend dafür, ob Ortschaften auch künftig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen werden können.

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Über Kantonale Verwaltung Jura:

Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.

Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.

Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.

Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.

Saignelégier et les Franches-Montagnes

Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.

Delémont et le pays vadais

Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.

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