Der KVPI erfasst die Prämienentwicklung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Krankenzusatzversicherung. Die Prämien für die Krankengrundversicherungen sind 2019 um 1,1% gestiegen und erreichen damit einen Indexstand von 224,2 Punkten (Basis 1999 = 100). Diese Schätzung entspricht der Prämienentwicklung des gesamten Versichertenbestandes im Durchschnitt.
Die erhobenen Prämien für die Krankenzusatzversicherungen blieben im Jahr 2019 unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Prämien der allgemeinen Spitalzusatzversicherung nahmen um 4,3% ab, während jene der halbprivaten und der privaten Spitalzusatzversicherung um je 1,0% zunahmen.
Für die Zusatzversicherung insgesamt ergibt dies für das Prämienjahr 2019 einen unveränderten Indexstand von 131,1 Punkten (Basis 1999 = 100).
Prämienentwicklung beeinflusst das verfügbare Einkommen 2019 nicht
Die Entwicklung der Krankenversicherungsprämien verringert gemäss der BFS-Schätzung das potenzielle Wachstum des geschätzten verfügbaren Durchschnittseinkommens zwischen 2018 und 2019 nicht.
Prämienerhöhungen belasten - ähnlich wie höhere Steuern oder andere Versicherungsbeiträge – das Budget der privaten Haushalte. Zur Messung dieses Effekts bietet sich der Einfluss auf das verfügbare Einkommen an. Es entspricht dem Einkommen (Erwerbseinkommen, Zinsen, Renten, Rückerstattungen und Verbilligungen der Versicherungen und sonstige Einkommen) abzüglich der sogenannten Transferzahlungen (beispielsweise Steuern, Sozial- und sonstige Versicherungsbeiträge) - also dem Betrag, der effektiv für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

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