Beseitigung einer instabilen Felsmasse und vorübergehende Sperrung der Kantonsstraße Lavey-Morcles

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04.11.2026, Der Kanton Waadt führt Arbeiten am Hang oberhalb der Kantonsstraße (RC 711) durch, die das Rhonetal mit dem Dorf Morcles verbindet. Dabei wird eine instabile Felsmasse von ca. 1.000 m³ abgetragen, um die Straße und die umliegende Infrastruktur zu sichern. Während der mindestens eintägigen Arbeiten werden die RC 711 und das umliegende Gebiet, einschließlich Wanderwege und Klettergebiete, gesperrt. Die Arbeiten sind für den 18. und/oder 19. November geplant, je nach Wetterlage.

Im Januar 2025 verursachten Instabilitäten am Hang mit Blick auf die RC 711 Fels- und Geröllstürze, was die Einrichtung einer Umleitung und geologische Überwachung erforderlich machte.

Die Überwachung ergab das Vorhandensein einer beträchtlichen Felsmasse, deren Instabilität weiterhin deutlich spürbar ist. In Abstimmung mit den beteiligten Akteuren und mit Unterstützung eines spezialisierten Unternehmens prüfte der Kanton Waadt verschiedene Optionen zur Risikominderung. Die gewählte Lösung sieht vor, die Felsmasse mithilfe von hydraulischen Kissen zu lösen, um ihren Einsturz und ihre Fragmentierung am Hang innerhalb des festgelegten Bereichs herbeizuführen. Die Beseitigung dieser Felsmasse gewährleistet die Sicherheit der Strasse und der Umgebung für die Verkehrsteilnehmer und ermöglicht die Umsetzung zusätzlicher Schutzmassnahmen.

Strasse und betroffenes Gebiet gesperrt

Um die Sicherheit während der Massnahme zu gewährleisten, werden die RC 711 und das gesamte umliegende Gebiet – einschliesslich Wanderwege und Klettergebiete – vollständig gesperrt. Die Zufahrt nach Morcles ist daher unterbrochen; es stehen keine Ausweichrouten zur Verfügung. Für die Gewährleistung der Einsatzfähigkeit im Notfall wurde ein Plan mit den Rettungsdiensten erstellt.

Angesichts der mit dem Eingriff verbundenen Risiken wird die Öffentlichkeit dringend gebeten, sich nicht zum Einsatzort zu begeben, um die Arbeiten zu beobachten, und die bestehende Beschilderung strikt zu beachten.

Die für den 18. und/oder 19. November 2026 geplanten Arbeiten werden wetterabhängig bestätigt und dauern voraussichtlich mindestens einen Tag. Aufgrund der Unsicherheiten, die mit einem Einsatz dieser Grössenordnung in instabilem Gelände verbunden sind, kann eine Verlängerung der Sperrung jedoch erforderlich sein. Die Verbindung Lavey-Morcles wird erst wieder über die Ausweichroute geöffnet, wenn alle Sicherheitsauflagen erfüllt sind.

Bereitstellung von Informationen für die Öffentlichkeit und Überwachung des Betriebs

Die Anwohner entlang der Strasse wurden über die Einzelheiten der Sperrung informiert. Der endgültige Fertigstellungstermin sowie Informationen zur Wiedereröffnung der Strasse werden auf der Webseite www.vd.ch/rc711 veröffentlicht. Diese regelmässig aktualisierte Seite bietet auch weitere Informationen zum Projekt.

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Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.

Über Kantonale Verwaltung Waadt (Vaud):

In prähistorischen Zeiten bildeten sich erste Siedlungen an den Ufern des Genfersees und zu keltischen Zeiten liessen sich auf dem Boden des heutigen Kantons Waadt die Helvetier nieder. Unter Julius Cäsar wurde Helvetien 58 v. Chr. unterworfen und seitdem war die Gegend von den Römern beherrscht. Aventicum (Avenches), Viviscus (Vevey), Noviodunum (Nyon), Eburodunum (Yverdon) und Lausonium/Lausonna (Lausanne) sowie weitere Waadtländer Ortschaften waren römische Städte.

Heute findet man römische Spuren vor allem in Avenches und dessen Umgebung. Avenches war unter Kaiser Vespasian eine Kolonie geworden.

Schon 260 wurde Avenches von den Alemannen zerstört, und um 470 besetzten die Burgunder das Land, mit denen es 534 unter fränkische Herrschaft kam. Unter dieser bildete die Waadt mit Neuenburg und einem Teil des heutigen Kantons Freiburg die seit 766 urkundlich erwähnte grosse Grafschaft Waldgau (pagus Waldensis), woher der französische Name Vaud und der deutsche Name Waadt kommen. 888 wurde die Waadt unter den Karolingern ein Bestandteil des neuburgundischen Reichs, mit welchem es 1032 an die Zähringer und somit an das Heilige Römische Reich fiel.

Nach dem Aussterben der Zähringer kam die Waadt 1218 an Savoyen; nur Lausanne konnte als bischöfliche Stadt seine Reichsunmittelbarkeit bewahren. Infolge des Bündnisses der Herzogin Jolanthe mit Karl dem Kühnen wurde die Waadt 1475 und 1476 Hauptschauplatz der Burgunderkriege. Da Bern und Freiburg die damals eroberten Städte Murten, Grandson, Orbe und Echallens als 'gemeine' Herrschaften behielten, wurde die Vereinigung des Landes mit der Eidgenossenschaft angebahnt.

Unter Berns Schutz führten Guillaume Farel und Pierre Viret ab 1526 die Reformation in der Waadt ein. Als der Herzog von Savoyen das mit Bern verbündete Genf bedrohte, eroberte Bern 1536 unter dem obersten Feldhauptmann Hans Franz Nägeli und mit Unterstützung Freiburgs die Waadt endgültig. Auch Lausanne, obwohl Reichsstadt und seit 1525 im Bund mit Bern, musste der Besatzungsmacht huldigen. Im Vertrag zu Lausanne vom 30. Oktober 1564 trat Savoyen die Waadt förmlich an Bern ab.

Während der bernischen Herrschaft erlebte die Waadt eine relativ friedliche Zeit; eine Ausnahme bildet ein Aufstand unter Major Davel, der von den Bernern am 24. April 1723 als Aufrührer hingerichtet wurde und in der Waadt als Volksheld gilt.

Im Januar 1798, als die alte Eidgenossenschaft zusammenbrach und die französischen Truppen näher kamen, gab es in der Waadt eine kleine Revolution und die bernischen Landvögte, welche die 'LL. EE. de Berne' (Leurs Excellences de Berne) vertraten, wurden zurück nach Hause geschickt und die République lémanique ausgerufen. Die Révolution vaudoise wird heute noch am 24. Januar meistens mit Bernerplatte und Sauerkraut gefeiert.

Mit dem endgültigen französischem Einmarsch im April 1798 wurde in der Helvetik aus der Waadt und Genf der neugeschaffene Canton du Léman gebildet. 1803 wurde die Waadt durch die Mediationsakte von Napoleon Bonaparte zusammen mit den Kantonen Thurgau, St. Gallen, Aargau, Graubünden und Tessin selbstständig.

Eine Region, vier Welten. Sie kamen, sie sahen, sie blieben: Courbet, Kokoschka, Charlie Chaplin und viele andere vor und nach ihnen. Kein Wunder: An der Riviera des Genferseegebietes verschmelzen Alpenpanorama und südliche Vegetation zu einzigartiger Harmonie.

In weitem Bogen senken sich die mit Reben bewachsenen Hänge zum Genfersee. Die Hauptstadt Lausanne hat die schönste Lage mit Aussicht auf die Hochalpen. Städte voller Leben und kleine Weindörfer verstreut entlang der glitzernden Wasserfläche. Ein Land zwischen Traum und Wirklichkeit und dennoch bodenständig: in der Ebene ausgedehnte Kornfelder und Dörfer des Bauernlandes, dazwischen mittelalterliche Städtchen mit mächtigen Schlössern. Im Norden die Jurahöhen, wo sich Himmel und Erde treffen und die Seele Raum bekommt. Im stillen Vallée de Joux intakte Natur abseits des grossen Rummels. Die Alpen des Genferseegebietes im Osten: urchige Bergwelt, saftige Weiden, Chalet-Dörfer, Gipfel und Gletscher: Sonnenterrassen für Erholungsferien und Sportabenteuer.

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