Von wegen Abstellgleis: Frauen ab 50 leisten am meisten


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12.05.2026, Die Leistungsbereitschaft der Schweizer Erwerbstätigen ist hoch: Mehr als die Hälfte leistet im Job mehr, als von ihr erwartet wird. Das zeigt eine neue, repräsentative Studie von swissstaffing und gfs- zürich mit 1242 Befragten. Die höchste Leistungsbereitschaft im Schweizer Arbeitsmarkt zeigen Frauen ab 50 Jahren.

70 Prozent der Frauen 50plus leisten im Job mehr als vorgegeben. Generell engagieren sich 63 Prozent der Erwerbstätigen 50plus überdurchschnittlich - mehr als in jeder anderen Altersgruppe.

Am tiefsten ist der Anteil bei Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren mit 36 Prozent. Insgesamt bleibt innere Kündigung in der Schweiz ein Randphänomen: 57 Prozent engagieren sich stärker als erwartet, lediglich 3 Prozent machen nur das Nötigste.

Die Studienergebnisse zeigen: Erwerbstätige ab 50 sind für Unternehmen in mehrfacher Hinsicht wertvolle Arbeitskräfte. Sie sind nicht nur besonders leistungsbereit, sondern auch überdurchschnittlich loyal. Besonders ausgeprägt ist dies wiederum bei Frauen 50plus: 71 Prozent haben keine Absicht, ihre Stelle zu wechseln. Für Unternehmen bedeutet das: stabile Motivation, geringe Fluktuation und betriebsrelevanter Wissenstransfer. Das Ergebnis steht im klaren Widerspruch zu den Vorbehalten, mit denen Erwerbstätige 50plus in Bewerbungsverfahren weiterhin konfrontiert sind.

Mit 200 000 Personen bilden 50plus die grösste aktivierbare Arbeitskräftereserve der Schweiz

Nichterwerbstätige ab 50 bilden mit über 200 000 Personen die grösste aktivierbare Arbeitskräftereserve der Schweiz, mit steigender Tendenz bis im Jahr 2050. 62 Prozent davon - rund 126 000 Personen - sind Frauen. "Damit stellt ausgerechnet jene Gruppe, die im Erwerbsleben die höchste Leistungsbereitschaft zeigt, zugleich das grösste ungenutzte Arbeitskräftepotenzial der Schweiz dar", so Ariane M. Baer, Studienautorin und Projektleiterin bei swissstaffing. Mit der Pensionierungswelle der Babyboomer verschärft sich der strukturelle Fachkräftemangel in den kommenden Jahren spürbar. Langfristig wird der Schweizer Arbeitsmarkt diese Herausforderung nur bewältigen können, wenn das Erwerbspotenzial der 50plus konsequent genutzt wird. Die Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen stellt in den kommenden Jahrzehnten mehr als ein Drittel der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (vgl. BFS, 2024).

Flexibilität entscheidend für erfolgreiche Nutzung des Arbeitskräftepotentials

Flexible Arbeitsmodelle sind ein zentraler Hebel, um das Potenzial der 50plus zu erschliessen und länger im Erwerbsleben zu halten. Für Frauen sind insbesondere flexible Arbeitszeiten (82 %) und Teilzeitarbeit (81 %) entscheidend. Auch Homeoffice und Jobsharing spielen eine wichtige Rolle. Männer derselben Altersgruppe bevorzugen häufiger projektbezogene oder freiberufliche Arbeit. Bemerkenswert ist, dass rund die Hälfte der nichterwerbstätigen Frauen 50plus eine Erwerbstätigkeit aufnehmen würde, wenn die Arbeitszeit oder der Beschäftigungsgrad flexibel gestaltet werden könnte. "Das zeigt: Nicht die fehlende Bereitschaft ist der Grund für die Nichterwerbstätigkeit, sondern die mangelnde Verfügbarkeit passender Arbeitsmodelle", erklärt die Studienautorin.

Personaldienstleister helfen, Potenzial zu erschliessen

Temporärarbeit als flexible Arbeitsform kann einen wichtigen Beitrag leisten, um das Arbeitsmarktpotenzial der 50plus zu nutzen. Sie ermöglicht niederschwellige, individuelle Einsätze und erleichtert nichterwerbstätigen Personen den Wiedereinstieg. Dazu unterstützt sie eine freiwillige Weiterbeschäftigung über das ordentliche Rentenalter hinaus. Durch den GAV Personalverleih vereint sie Flexibilität mit sozialer Absicherung. Professionelle Personaldienstleister helfen mit ihrem Netzwerk, erfahrene Arbeitskräfte und Unternehmen zusammenzuführen. Sie sind damit wichtige Partner, um das Arbeitskräftepotenzial wirksam zu erschliessen und den Arbeitsmarkt der Zukunft stabil zu gestalten.

Das vollständige White Paper "Potenzial 50plus: Warum Frauen ab 50 für die Zukunft des Arbeitsmarkts entscheidend sind" steht zum Download zur Verfügung unter: www.swissstaffing.ch/whitepaper.

Studiendesign: Befragung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter

Das Institut gfs-zürich befragte im Auftrag von swissstaffing 1242 Personen in der Schweiz im Alter von 18 bis 65 Jahren (bzw. nicht Pensionierte bis 70 Jahre). Zusätzlich wurde eine Stichprobe von 201 Nichterwerbstätigen erhoben. Damit konnten insgesamt 344 Nichterwerbstätige befragt werden. Die Umfrage wurde online und telefonisch durchgeführt. Sie ist repräsentativ hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung und Sprachregion. Die Befragung fand vom 15. September bis 8. Oktober 2025 statt.

Pressekontakt:

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:

Ariane M. Baer, Projektleiterin Ökonomie & Politik

Tel: 079 388 25 95

ariane.baer@swissstaffing.ch

Celeste Bella, Leiterin Marketing & Kommunikation

Tel.: 044 388 95 65 / 079 388 94 22

celeste.bella@swissstaffing.ch



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Über swissstaffing:
swissstaffing ist das Kompetenz- und Servicezentrum der Schweizer Personaldienstleister. Als Arbeitgeberverband vertritt swissstaffing die Anliegen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. swissstaffing fördert die Interessen der Personaldienstleistungs-Branche und setzt sich aktiv für das Image der Temporärarbeit ein.

swissstaffing setzt sich seit über 50 Jahren für die Temporärbranche der Schweiz ein. 1968 wurde der Schweizerische Verband der Unternehmungen für Temporärarbeit und private Arbeitsvermittlung SVUTA gegründet, um die Interessen der Branche zu vertreten und professionelle Dienstleistungen für die rasch wachsenden Bedürfnisse nach temporären Arbeitskräften und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten sicherzustellen.

Der SVUTA fusionierte 1998 mit dem Verband der Personalberater Schweiz VPS und wurde in VPDS umbenannt. Durch die Fusion öffnete sich der Verband auch für Vermittler und HR-Beratungsunternehmen. Seit 2006 heisst der Verband swissstaffing.

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