MSD-Krebsbarometer 2026 feiert 5 Jahre und zeigt: Klare Haltung der Schweizer Bevölkerung: Krebsprävention ist ein Muss
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News von MSD Merck Sharp & Dohme AG
11.05.2026, Luzern / Bern (ots) - Das Forschungsinstitut gfs.bern hat im Auftrag von MSD Schweiz (MSD Merck
Sharp & Dohme AG) bereits zum 5. Mal in Folge eine repräsentative Umfrage zur Qualität der
Krebsversorgung in der Schweiz durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eine sehr klare Haltung der
Bevölkerung: zwei Drittel der Befragten wünschen höhere Investitionen in die Prävention. Ebenfalls
spricht sich eine deutliche Mehrheit für einen fairen Zugang zur Krebsprävention aus - unabhängig
von Einkommen und Wohnort. Bei der Prävention soll der Bund stärker in die Pflicht genommen
werden als bisher. Zum Beispiel findet eine nationale Koordination der Krebsbekämpfung breite
Unterstützung und soll Effizienz und Qualität steigern.
"Früherkennung und Prävention bleiben auch in der Jubiläumsausgabe des Krebsbarometers für die Mehrheit der Befragten sehr wichtig. Trotz dieser hohen Zustimmung werden einige Massnahmen, wie die HPV-Impfung oder vorsorgliche Lungenkrebs-Untersuchungen, nach wie vor selten wahrgenommen und genutzt," sagt Lukas Golder, Co-Leiter des Forschungsinstituts gfs.bern. "Wenn man den Gebärmutterhalsabstrich oder die Mammografie mit dem PSA-Test beim Prostatakarzinom vergleicht, nehmen die Frauen die Krebsvorsorge deutlich ernster als die Männer."
Schweiz investiert wenig in Prävention - klare Mehrheit fordert mehr
Eine der zentralen Erkenntnisse der 5. Welle des MSD-Krebsbarometers ist das klare Bekenntnis der Befragten zu mehr Investitionen in die Prävention. In der Schweiz wurde im Jahr 2022 ungefähr 0.48% des Bruttoinlandproduktes (BIP) in die Prävention investiert. Im Vergleich zu den Nachbarländern investiert die Schweiz gemessen am BIP relativ wenig (Deutschland: 0.99%, Österreich: 0.83%, Italien: 0.54%). Auf die Frage hin, ob die Schweiz in Zukunft mehr, gleichviel oder weniger Geld in die Prävention investieren soll, ist die Haltung der Befragten ebenfalls klar: zwei Drittel wollen mehr investieren, 24 % gleich viel und nur 3% weniger.
Früherkennungsmassnahmen: wichtig, aber zu wenig genutzt
Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage vom 2. bis 19. Februar 2026 wurden vom Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag von MSD Schweiz 1'264 Personen (ab 18 Jahren) in der ganzen Schweiz telefonisch oder online befragt. Wenn es um Früherkennungsmassnahmen (z. B. Krebsscreenings) und den möglichst frühzeitigen Therapiebeginn nach einer Krebsdiagnose geht, bewerten diese auch im Jubiläumsjahr rund neun von zehn der Befragten als "sehr wichtig" oder "eher wichtig".
Während frauenspezifische Früherkennungsmassnahmen auf breite Zustimmung treffen, fällt diese bei männerspezifischen deutlich geringer aus: So finden 91% den Gebärmutterhalsabstrich ("Pap-Test" zur Früherkennung möglicher Veränderungen am Gebärmutterhals) "sehr wichtig" oder "eher wichtig", und 88% bewerten die Mammografie (Röntgenaufnahme der Brust zur Früherkennung von Brustkrebs) entsprechend. Bei den Männern sieht es etwas anders aus: Die Selbstkontrolle für Hodenkrebs finden 76% als "sehr oder eher wichtig", den sogenannten "PSA-Test" (Bluttest auf das prostataspezifische Antigen) für die Früherkennung von Prostatakrebs nur noch 65%. Das Darmscreening, die Lungenkrebs-Früherkennung sowie die Impfung gegen HPV (humane Papillomaviren) erhalten von weiblichen und männlichen Befragten zwischen 69% und 83% Zustimmung.
Obwohl alle Früherkennungsmassnahmen als "wichtig" erachtet werden, wurden nur einige mindestens einmal tatsächlich durchgeführt: Der Gebärmutterhalsabstrich wurde von 78% und die Mammografie von 58% der Befragten mindestens einmal gemacht. Weniger als die Hälfte hat schon einmal eine Hautkontrolle zur Hautkrebs-Vorsorge (47%) durchführen lassen, ein Darmscreening noch 45%, einen PSA-Test 41%. Nur wenige liessen sich gegen HPV impfen (18%) oder nahmen an einer Lungenkrebs-Früherkennung teil (8%). Die Diskrepanz zwischen der beurteilten Wichtigkeit und der Durchführung von Früherkennungsmassnahmen bleibt also auch in der 5. Welle des Krebsbarometers bestehen.
Nationale Strategien und Koordination gefordert
Interessant ist nun, dass - obwohl die Früherkennungsmassnahmen nicht regelmässig genutzt werden - die Befragten dennoch wollen, dass im Rahmen des nationalen Krebsplans finanzielle Mittel für die Krebsvorsorge gesprochen werden: zwischen 77% und 92% wollen die oben erwähnten Früherkennungsmassnahmen finanziert haben. Auch die Fairness wird bei der diesjährigen Befragung gross geschrieben: 98% der Befragten möchten einen Zugang zur Krebsprävention und -behandlung unabhängig vom Einkommen.
Ein einheitlicher Zugang zur Krebsversorgung - unabhängig von Einkommen und Wohnort - wünschen sich 97% der Teilnehmenden. 88% fordern eine nationale Koordination im Kampf gegen Krebs. Interessant ist zudem, dass 94% der Befragten der Meinung sind, dass langfristige Einsparungen dank Investitionen in Krebsprävention und -früherkennung erzielt werden können. Grundsätzlich sind 84% der Überzeugung, dass eine nationale Koordination in der Krebsbekämpfung mehr Effizienz und Qualität bringt. In diesem Zusammenhang sind 73% der Befragten überzeugt, dass der Bund bei der Krebsbekämpfung die Führungsrolle übernehmen sollte. Hingegen zeigt sich bei der Frage, ob der Bund, die Kantone oder beide gleichermassen die Verantwortung für die Krebsvorsorge (Prävention und Früherkennung) tragen sollen, dass 54% beide als gleich verantwortlich betrachten, 35% den Bund und nur 7% die Kantone in der Pflicht sehen.
"Wenn man bedenkt, dass aktuell aufgrund des föderalistischen Systems in der Schweiz die einzelnen Kantone die Hoheit über ihre Gesundheitsversorgung haben, zeigen diese Resultate einen Trend in die andere Richtung." Zitat Lukas Golder, gfs.bern
Fünf-Jahres-Analyse des Krebsversorgungsbarometer
Seit der ersten Erhebung im 2021 zeigt der Monitor ein stabiles Bild: Die Bevölkerung bewertet die medizinische Kernversorgung - Spitalbehandlung, Therapie, ärztliche Betreuung - durchgehend positiv, mit zuletzt sogar leicht steigenden Werten. Die pandemiebedingten Schwierigkeiten der Versorgung haben sich normalisiert. Bei persönlich Betroffenen liegt die Zufriedenheit mit Spitalversorgung und Therapiezugang bei über 90 Prozent.
Gleichzeitig offenbart der Fünfjahresvergleich hartnäckige Schwachstellen: Nachversorgung zuhause, psychologische Unterstützung und die Begleitung pflegender Angehöriger werden seit 2021 schlechter als andere Elemente der Versorgung bewertet und haben sich zuletzt teilweise weiter verschlechtert. In der Nachbetreuung wünschen sich klare Mehrheiten Zugang zu Beratung für Angehörige, ein Recht auf psychologische Nachbetreuung und staatliche Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg.
Ebenso konstant ist die Schere zwischen Einstellung und Verhalten bei der Prävention: Grosse Mehrheiten erachten Krebsfrüherkennung als sehr wichtig, doch die tatsächliche Inanspruchnahme vieler Angebote - etwa Lungenkrebs-Screening, HPV-Impfung oder Darmscreening - bleibt tief. Im internationalen Vergleich investiert die Schweiz auch verglichen am BIP wenig in Prävention. Die Bevölkerung fordert mehr Investitionen in die Prävention.
Neu in der Befragung 2026 zeigt sich, dass der Wunsch nach nationaler Koordination grösser geworden ist: Der Bund soll gemeinsam mit den Kantonen Verantwortung übernehmen. Personen sollten nicht aufgrund vom Einkommen oder dem Wohnort Zugang zu Früherkennungs- und Präventionsmassnahmen erhalten. Die Bevölkerung wünscht, dass dies national geregelt ist - fair und gleich für alle.
Quelle
MSD Krebsversorgungsmonitor 2026: Klare Haltung der Bevölkerung: Prävention ist ein Muss. Nationale Lösungen und klare Strategien erhalten grosse Unterstützung. gfs.bern.
Forschungsinstitut gfs.bern
Das gesamtverantwortliche Forschungsinstitut gfs.bern ag kann sich auf eine ausgesprochen lange Tradition in der empirischen Sozialforschung stützen. 1959 als Gesellschaft zur Förderung der empirischen Sozialforschung der Schweiz (GfS) gegründet, betreibt es seit 1986 als eigener Geschäftsbereich der GfS-Forschungsinstitut AG und seit 2004 mit eigener Firmierung als gfs.bern ag sozialempirische Forschung mit Schwerpunkten in der Politik- und Kommunikationsforschung. gfs.bern versteht sich als methodischer Full-Service-Anbieter mit ausgewiesenen inhaltlichen Spezialitäten. Das Unternehmen zielt in seinem Marktauftritt auf Qualitätsführerschaft im Bereich angewandte Sozialforschung ab (konkret: Umfrageforschung mit Face-2-Face, Telefon-, Online- und schriftlichen Interviews) und kann diesen Vorsprung in der Analyse zu politischen Meinungsbildungsprozessen seit rund 20 Jahren halten. gfs.bern hat dabei insbesondere die empirische Sozialforschung rund um gesellschaftspolitische und direktdemokratische Entscheidungsprozesse in der Schweiz wesentlich mitgeprägt. Ebenfalls verfügt gfs.bern über langjährige Erfahrung im Monitoring von Politik- und Policy-Prozessen. Aktuelle Lehraufträge an den Universitäten Zürich, Bern und Fribourg sowie an diversen Fachhochschulen helfen mit, die so gewonnenen Erkenntnisse in der Ausbildung zur Verfügung zu stellen und regelmässig in wissenschaftliche Reflexion zur eigenen Arbeit zu treten.
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Über MSD Merck Sharp & Dohme AG:
MSD ist ein Handelsname von Merck & Co. Inc. mit Hauptsitz in Kenilworth, New Jersey, in den USA. Wir stellen unser Engagement für die Patienten und die Gesundheit der Bevölkerung unter Beweis, indem wir durch weitreichende Strategien, Programme und Partnerschaften den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessern.
Heute ist MSD nach wie vor führend im Bereich der Forschung zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, die Menschen und Tiere bedrohen, darunter Krebs, Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola sowie neu auftretende Tierkrankheiten. Wir verfolgen den Anspruch, das weltweit führende forschungsintensive biopharmazeutische Unternehmen zu sein.
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