Schwierigkeiten reichen bis in die Einkommensmitte hinein
News von Bundesamt für Statistik BFS
08.05.2026, In der Schweiz gehören 55,2% der Bevölkerung zur mittleren Einkommensgruppe – ein während 25
Jahren weitgehend stabiler Anteil. Ihre Lebenssituationen können sehr unterschiedlich ausfallen: In
der
unteren Mitte ist etwa jede zehnte Person mit Wohnkosten von über 40% des verfügbaren
Haushaltseinkommens konfrontiert. Jede vierte Person dieser Gruppe lebt in Haushalten, die nicht in
der
Lage sind, eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu begleichen. In der oberen Mitte liegen
diese
Anteile mit 3,5% bzw. 10,9% deutlich tiefer. Dies sind einige Ergebnisse der
Haushaltsbudgeterhebung
(HABE) 2023 und der Erhebung 2024 über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) des
Bundesamtes für Statistik (BFS).
Die «Mitte» bleibt weitgehend stabil
Insgesamt blieb der Anteil der Bevölkerung in der mittleren Einkommensgruppe zwischen 1998 und 2023 weitgehend stabil. Am stärksten vertreten war diese Gruppe im Jahr 2009 mit einem Anteil von 61,3% der Bevölkerung, am schwächsten im Jahr 2018 mit 54,4%. Über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg ist jedoch keine signifikante Veränderung der mittleren Einkommensgruppe festzustellen.
Wohnkosten spalten die mittlere Einkommensgruppe
In der Schweiz weist die Einkommensmitte generell eine gute Wohnsituation auf. Probleme wie eine überbelegte Wohnung betreffen einkommensschwache Personen bedeutend stärker. Dasselbe gilt auch für die übermässige Belastung durch Wohnkosten, wobei dies auch Personen in der Einkommensmitte trifft: Im Jahr 2024 waren 10,5% der unteren Mitte mit Wohnkosten von über 40% des verfügbaren Haushaltseinkommens konfrontiert. In der oberen Mitte betrug dieser Anteil 3,5%.
Finanzielle Engpässe in der unteren Mitte
Auch in anderen Bereichen reichen finanzielle Schwierigkeiten bis in die Einkommensmitte hinein. So lebten im Jahr 2024 in der unteren Mitte 25,0% in Haushalten, die nicht in der Lage waren, eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu begleichen. In der oberen Mitte war dies nur bei 10,9% der Fall. 14,1% der unteren Mitte und 5,9% der oberen Mitte schätzten die Fähigkeit ihres Haushaltes, bis zum Monatsende finanziell über die Runden zu kommen, als schwierig oder sehr schwierig ein.
Dennoch zeigt sich in der unteren Mitte das Problem, Rechnungen aus finanziellen Gründen nicht begleichen zu können, nicht viel häufiger als in der oberen Mitte. 8,7% der unteren Mitte lebten 2024 in Haushalten mit mindestens zwei Arten von Zahlungsrückständen, wobei sie sich diesbezüglich nicht signifikant von der oberen Mitte unterschieden (6,7%). Bei Zahlungsrückständen handelt es sich um Rechnungen für Steuern, Krankenkassenprämien, Mieten oder Hypothekarzinsen für den Hauptwohnsitz, laufende Wasser-, Strom-, Gas- und Heizungsrechnungen oder Kreditrückzahlungen, die in den letzten 12 Monaten aus finanziellen Gründen nicht fristgerecht bezahlt werden konnten.
Gut 11% der unteren Mitte verzichten aus finanziellen Gründen auf Ferien
Während 11,1% der unteren Mitte aus finanziellen Gründen nicht in die Ferien fahren konnten, betraf dies in der oberen Mitte nur 3,1%. Umso weniger überrascht es, dass die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation des Haushaltes in der unteren Mitte wesentlich geringer ausfiel als in der oberen: 10,6% der Personen erklärten sich (eher) unzufrieden, gegenüber 3,7% in der oberen Mitte (Werte von 0 bis 4 auf einer Skala von 0 (gar nicht zufrieden) bis 10 (vollständig zufrieden)).
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.
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+41 58 463 64 21
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