Studie: Angst um den Job hat zugenommen - vor allem bei den Jungen


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24.04.2026, Unternehmensentscheide, Kostendruck und KI belasten Arbeitnehmende mehr als geopolitische Umbrüche. Dies zeigt eine von Angestellte Schweiz in Auftrag gegebene und von DemoSCOPE durchgeführte repräsentative Befragung auf.

Jede vierte Person in der Schweiz macht sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Jede zehnte hält es für sehr wahrscheinlich, die Stelle innerhalb der nächsten zwölf Monate zu verlieren. Bei den unter 30-Jährigen ist dieses Gefühl deutlich häufiger als bei Personen über 55 Jahren.

Dies zeigt eine von Angestellte Schweiz in Auftrag gegebene und von DemoSCOPE durchgeführte repräsentative Befragung auf. Dafür wurden über 1000 Erwerbstätige zu ihren Ängsten vor Jobverlust und deren Gründe befragt und ob ihre Unsicherheit angesichts geopolitischer und technologischer Umbrüche zugenommen hat. 24 % der Befragten gaben an, dass ihr Unsicherheitsgefühl in den letzten zwölf Monaten zugenommen habe.

Besonders auffällig: Die Unsicherheit wird nicht nur auf externe Faktoren zurückgeführt. Die weltpolitische Lage ist nicht der Hauptgrund für dieses Unsicherheitsgefühl, sondern eher die strategischen Entscheidungen von Unternehmen und die wirtschaftliche Lage. Künstliche Intelligenz und die digitale Revolution wurden ebenfalls als häufige Ursachen für Unsicherheit genannt.

Die Unsicherheit hat Gründe

Das sind die Gründe: 29% der Befragten haben in letzter Zeit Reorganisationen im eigenen Unternehmen erlebt, 26% Entlassungen und 17% einen Einstellungsstopp. 24% der Erwerbstätigen in Grossunternehmen (mehr als 250 Mitarbeitende) haben im vergangenen Jahr den Einsatz von KI im beruflichen Umfeld miterlebt.

"Viele Angestellte erleben den Wandel in der Arbeitswelt nicht als Chance, sondern als Belastung", sagt Laure Fasel, Kommunikationsverantwortliche bei Angestellte Schweiz. "Wir erwarten von den Unternehmen, dass sie ihren Mitarbeitenden in Zeiten des Wandels eine transparente Kommunikation bieten, denn das Unbekannte ist in Übergangsphasen oft das Schlimmste."

Junge Menschen sind stärker von Unsicherheit betroffen

Die Studie hat gezeigt, dass die Unsicherheit bei jungen Menschen unter 30 Jahren grösser ist. "Das hat uns ziemlich überrascht, da oft von der Arbeitslosigkeit gesprochen wird, die bei den über 50-Jährigen ein Problem darstellt. Andererseits zeigen Studien, dass es für junge Menschen immer schwieriger wird, sich nach dem Studium in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Viele haben zunächst befristete Verträge. Und Stellen mit weniger Verantwortung, zum Beispiel Praktika, sind oft die ersten, die durch künstliche Intelligenz ersetzt werden können", analysiert Laure Fasel.

Weiterbildung als Lösung

Als wirksamste Gegenmassnahme gegen Unsicherheit finden 82% der Befragten Weiterbildung als eher bis sehr relevant; ebenso wichtig sind verlässliche wirtschaftliche Perspektiven und eine transparente Unternehmensstrategie.

64% nennen Umschulung als relevante Lösung - ein deutliches Signal, dass die Zukunft bestimmter Berufe in Frage gestellt wird. Von jenen, die sich keine Sorgen um ihren Job machen, geben 42% an, ein Grund für ihr Sicherheitsgefühl komme daher, dass ihre Arbeit nicht durch KI ersetzbar sei. Das ist eine klare Botschaft an Unternehmen und Politik: Transformation gelingt nur, wenn wir in Menschen investieren, nicht nur in Technologie.

Nicht nur warnen, sondern handeln

Angestellte Schweiz will mehr als mahnen. Mit einstAIn.ch hat der Verband gemeinsam mit Partner*innen einen Denkraum zur Zukunft der Arbeit im KI-Zeitalter lanciert, welcher Angestellte, Unternehmen, Wissenschaft und Politik zusammenbringt und konkrete Antworten auf die Fragen erarbeitet, die heute viele Arbeitnehmende beschäftigen. Der Personalverband will den Wandel nicht nur kommentieren, sondern mitgestalten, im Interesse der Erwerbstätigen und der Unternehmen.

Ohne psychologische Sicherheit leidet die Arbeitsqualität

Jobunsicherheit hat Folgen. Fehlt das Vertrauen, sinken oft nicht nur Sicherheitsgefühl und Motivation, auch Zusammenarbeit, Lernbereitschaft und Innovationskraft leiden. Wer die Arbeitswelt von morgen mitgestalten will, muss deshalb mehr bieten als Effizienz und Technologie: Vertrauen, Perspektiven und Unternehmensentscheide, die nicht auf dem Rücken der Angestellten getroffen werden.

Pressekontakt:

Angestellte Schweiz

Tanja Tanneberger Kommunikation

tanja.tanneberger@angestellte.ch, +41 44 360 11 21

Laure Fasel Kommunikation

laure.fasel@angestellte.ch, +41 44 360 11 28

DemoSCOPE AG

Elias Räber

elias.raeber@demoscope.ch, +41 41 375 42 67



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Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


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Als Sozialpartner stehen wir für faire Arbeitsbedingungen, Verlässlichkeit und Transparenz. Zur Durchsetzung unserer Anliegen vernetzen wir uns mit anerkannten Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.

Quellen:
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