TCS-Test: Integral-, Klapp- oder Jethelm - welches Modell wählen?
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News von Touring Club Suisse (TCS)
14.04.2026, Der TCS hat neun auf dem Schweizer Markt erhältliche Motorradhelme verglichen, darunter Integral-,
Klapp- und Jetmodelle. Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede in Bezug auf Komfort, Handhabung,
Ausstattung und Kompatibilität beim Tragen von Brillen. Der Integralhelm zeichnet sich durch seine
rundum schützende Bauweise aus, der Klapphelm durch seine Vielseitigkeit, während der Jethelm
durch sein geringes Gewicht und das Gefühl von Freiheit besticht.
Die Wahl eines geeigneten Helms ist entscheidend, um Komfort und Alltagstauglichkeit zu gewährleisten. Das Vergleichen hilft, die Unterschiede zwischen den Modellen besser zu verstehen - sowohl hinsichtlich Handhabung als auch Komfort, Geräuschentwicklung, Ausstattung und Brillenkompatibilität - und die Vor- und Nachteile der einzelnen Typen im praktischen Einsatz zu erkennen.
Handhabung, Komfort und Alltagstauglichkeit
Jet- und Klapphelme sind allgemein einfacher zu handhaben als Integralhelme, insbesondere beim Auf- und Absetzen, mit oder ohne Handschuhe. Alle Modelle verfügen über einfache mikrometrische Verschlüsse, mit Ausnahme des Shark Spartan RS, der mit einem Doppel-D-Verschluss ausgestattet ist, welcher mit Handschuhen weniger praktisch ist. Die Einstellsysteme sind durchwegs effizient, wobei sich einige Modelle wie der Shoei J-Cruise 3 durch besonders einfache Bedienung auszeichnen.
Die Passform variiert je nach Modell und Kopfform. Druckstellen treten bei den Modellen Caberg Levo X und HJC F100 Carbon im Nacken- oder Kieferbereich auf, sowie beim iXS 422 FG 2.2 am Hinterkopf und an der Stirn. Auch die Verschlüsse der Modelle AGV K5 Jet Evo und Nolan X-1005 Ultra können Druck im Nackenbereich verursachen. Innenfutter und Verarbeitung sind insgesamt zufriedenstellend und pflegeleicht. Die Gewichte entsprechen den Herstellerangaben, mit Ausnahme der Modelle iXS 422 FG 2.2 und LS2 FF811 Vector 2, die etwas schwerer sind als angegeben.
Bei den Visieren und Sonnenblenden sind keine Mängel festzustellen. Sie schneiden alle gut ab. Das Visier des Shoei J-Cruise 3 wird an zwei Punkten bedient, jene der Modelle Caberg Levo X und LS2 FF811 Vector 2 erfordern mehr Kraft, und das des HJC F100 Carbon muss mit beiden Händen bedient werden. Der HJC F100 Carbon ist zudem der einzige Klapphelm, der mit geöffnetem Visier und hochgeklapptem Kinnteil verwendet werden kann. Bei den Sonnenblenden bietet der Nolan X-1005 Ultra eine praktische automatische Rückstellung, während jene des LS2 FF811 Vector 2 die Sicht leicht beeinträchtigen kann.
Fahrverhalten und Ausstattung
Beim Fahren zeigen alle Helme Stabilität und bieten gute Bewegungsfreiheit. Integral- und geschlossene Klapphelme sind leiser, während Jethelme ein grösseres Sichtfeld bieten. Die Belüftung ist bei allen Modellen zufriedenstellend, mit sehr guten Ergebnissen bei den Modellen AGV K5 Jet Evo und LS2 FF811 Vector 2. Der HJC F100 Carbon kann auch mit hochgeklapptem Kinnteil genutzt werden.
Grössere Unterschiede zeigen sich bei der Ausstattung. Shoei, Nolan, Caberg, Shark und Schuberth bieten Helme, die mit Kommunikationssystemen kompatibel sind, wobei der Schuberth J2 bereits integrierte Lautsprecher besitzt. Die Modelle von HJC, iXS und LS2 sind hingegen nicht vorgerüstet.
Das Tragen von Brillen ist bei den Helmen Schuberth J2, HJC F100 Carbon, Nolan X-1005 Ultra und Shark Spartan RS komfortabel, mit guter Positionierung der Bügel und ohne Druck an den Schläfen. Bei den Modellen AGV K5 Jet Evo, Shoei J-Cruise 3, Caberg Levo X und iXS 422 FG 2.2 können Brillen getragen werden, jedoch sitzen die Bügel nicht mehr korrekt hinter dem Ohr, was störend sein kann. Mit dem Helm LS2 FF811 Vector 2 können gar keine Brillen getragen werden.
Eine Wahl, die vor allem vom Einsatzzweck abhängt
Der Test zeigt, dass die Wahl des Helms stark von den individuellen Bedürfnissen abhängt. Der Integralhelm bietet den besten Schutz, während der Jethelm Komfort und Freiheit in den Vordergrund stellt. Der Klapphelm kombiniert Elemente beider und stellt oft einen ausgewogenen Kompromiss dar. Der TCS empfiehlt, mehrere Modelle anzuprobieren, um die passende Grösse und optimale Passform zu finden.
Tipps des TCS
- Der Integralhelm bietet den besten Schutz.
- Die aktuellste Sicherheitsnorm beachten: ECE 22-06.
- Helme aus duroplastischen Materialien sind widerstandsfähiger und sicherer.
- Vorzugsweise in einem Fachgeschäft kaufen, da eine individuelle Passform sehr wichtig ist.
- Wenn Sie ein Kommunikationssystem in Betracht ziehen, sollten Sie unbedingt zertifizierte Modelle wählen.
- Beim Anprobieren empfiehlt es sich, den Helm eine gewisse Zeit zu tragen und auch sofort mit Brille zu testen.
- Helme sollten nach einem Sturz oder spätestens nach 5 bis 7 Jahren ersetzt werden.
Pressekontakt:
Vanessa Flack, Mediensprecherin TCS
Tel. 058 827 34 41
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Über Touring Club Suisse (TCS):
Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.
Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.
Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.
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