Laut Joutseno-Betriebsleiter Risto Joronen, der dieses Entwicklungsprojekt mit ANDRITZ leitete, können durch den Einsatz von Polysulfid-Kochlauge einzelne Zellstoffeigenschaften verbessert werden. Einer der Vorteile ist die Reduktion des Energiebedarfs für den Zellstoffaufschluss, was aufgrund der Energiekostensenkung den Papierproduzenten zugutekommt. Da bestimmte Hemicellulose-Substanzen im Zellstoff verbleiben, werden auch Verbesserungen in der Faserbindung erzielt. Das Joutseno-Werk steigert zusätzlich die Faserausbeute, wodurch die Investition auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt, und kann die Auslastung des Rückgewinnungskessels senken und damit die Produktionskapazität erhöhen.
Durch die Oxidierung des Natriumsulfids in der Lauge zu Polysulfid entsteht aus der herkömmlichen Weisslauge aufgrund der charakteristischen Farbe der veränderten Lauge eine „Orangelauge“. Die von ANDRITZ gelieferte Anlage basiert auf dem bewährten MOXY- Verfahren zur Umwandlung des Weisslaugensulfids in Polysulfid, das bereits in einigen Werken weltweit installiert wurde. Das Joutseno-Werk verfügt nun über die bei Weitem grösste operative Einzellinie weltweit.
Um das neue Verfahren zu optimieren, baute ANDRITZ auch die Joutseno-Kocherei um.
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